BridgeApp, Automatisierte

BridgeApp: Automatisierte KI-Agenten senken Entwicklungskosten um 90%

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 00:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BridgeApp stellt eine KI-Orchestrierungsebene vor, die Entwicklungskosten drastisch senkt. Parallel dazu präsentieren Microsoft und Wiz neue KI-Lösungen für Cybersicherheit.

BridgeApp: KI-Agenten automatisieren Softwareentwicklung und senken Kosten
Abstrakte Darstellung einer KI-gestützten Unternehmensarchitektur mit digitalen Datenströmen und vernetzten Systemen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Technologieunternehmen BridgeApp hat eine neue Orchestrierungsebene vorgestellt, die Arbeitsumgebungen in vollständig automatisierte Entwicklungspipelines für Künstliche Intelligenz transformiert. Die Lösung ermöglicht den Einsatz virtueller Team-Agenten, die komplexe Softwareprojekte eigenständig bearbeiten.

Die Architektur von BridgeApp sieht spezialisierte Agenten vor, die Rollen wie Architekt, CTO, Backend- und Frontend-Entwickler sowie Analysten und Qualitätssicherung übernehmen. Diese Agenten führen Aufgaben end-to-end aus – von der ersten Aufgabenstellung im „To-Do“-Status bis hin zum fertigen Pull-Request. Durch diesen hohen Automatisierungsgrad konnten die Kosten pro Aufgabe laut Unternehmensangaben um etwa das Zehnfache gesenkt werden. Das System ist modellunabhängig konzipiert und unterstützt kundenspezifische Arbeitsabläufe.

Microsoft forciert KI-gestützte Cybersicherheit

Parallel zur Automatisierung der Softwareentwicklung gewinnt der Einsatz agentenbasierter KI in der IT-Sicherheit an Bedeutung. Microsoft hat in diesem Kontext das Projekt „Perception“ sowie das neue Modell MAI-Cyber-1-Flash angekündigt. Projekt Perception nutzt rote, blaue und grüne KI-Agenten, um Sicherheitslücken kontinuierlich zu identifizieren und zu beheben.

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Das Modell MAI-Cyber-1-Flash basiert auf GPT-5.4 und erreichte in CyberGym-Tests einen Wert von 95,95 Prozent. Damit übertraf es Wettbewerber wie Mythos von Anthropic, das auf 83,8 Prozent kam, sowie GPT-5.5 Cyber von OpenAI mit 85,6 Prozent. Das System bewältigt etwa 90 Prozent der anfallenden Aufgaben autonom, während die verbleibenden 10 Prozent an GPT-5.4 eskaliert werden. Die Kosten für den Betrieb sollen rund 50 Prozent unter denen vergleichbarer führender Modelle liegen. Eine öffentliche Testphase für das Projekt Perception ist für Anfang August geplant.

Fortschritte bei Pentesting und Schwachstellenanalyse

Auch spezialisierte Anbieter von Sicherheitssoftware integrieren zunehmend autonome Agenten in ihre Workflows. PortSwigger startete eine öffentliche Beta-Phase von Burp AT für Nutzer der Burp Suite Professional. Diese agentenbasierte KI nutzt den Kontext bestehender Projekte und Pentesting-Expertise, um komplexe Analysen durchzuführen, beispielsweise von minifiziertem JavaScript-Code. In einer vorangegangenen Testphase konnte das System eine kritische Sicherheitslücke in einem Code-Bestand von 66.000 Zeilen aufdecken. Dabei behalten menschliche Experten weiterhin die Kontrolle über den Umfang der Prüfung und die abschließende Bewertung der Ergebnisse.

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Das Sicherheitsunternehmen Wiz präsentierte zudem Atlas, ein autonomes KI-System für die Schwachstellenforschung. Atlas belegte mit einer Erfolgsquote von 90,9 Prozent einen Spitzenplatz im CyberGym-Benchmark. Das System identifizierte bereits über 200 zuvor unbekannte Sicherheitslücken in bedeutenden Open-Source-Projekten, darunter der Linux-Kernel und Kubernetes. Eine besonders relevante Entdeckung betraf eine kritische Schwachstelle für Remote Code Execution (RCE) bei GitHub. Dieser Fund führte zur Auszahlung der bislang höchsten Prämie in der Geschichte des dortigen Bug-Bounty-Programms.

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