Brustkrebsoperation, Spezielle

Brustkrebsoperation: Spezielle Kissen lindern Narben- und Wundschmerzen

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Heike Kizer und Gabriele Reuschl übergaben erneut 1.002 Kissen. Seit 2022 kamen an der Frauenklinik insgesamt 6.897 Stück zusammen.

Uniklinikum Erlangen erhält 1.002 Kissen bei zehnter Spende
Ein Stapel handgenähter, herzförmiger Stoffkissen auf einem Holztisch in einem hellen Klinikzimmer. Illustration mit AI erstellt.

Heike Kizer und Gabriele Reuschl haben zum zehnten Mal selbst genähte Kissen an die Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen übergeben. Wie das Uniklinikum berichtete, umfasste die aktuelle Spende insgesamt 1.002 handgenähte Stück – jeweils 334 Herz-, Gurt- und Portkissen.

Zehnte Übergabe markiert Meilenstein

Die jüngste Übergabe war bereits die zehnte ihrer Art. Damit setzen Kizer und Reuschl eine Initiative fort, die seit mehreren Jahren regelmäßig Patientinnen der Frauenklinik zugutekommt. Laut Uniklinikum Erlangen beläuft sich die Gesamtzahl der seit 2022 gespendeten Kissen mittlerweile auf 6.897 Stück. Die kontinuierliche Fortsetzung des Engagements zeigt, wie stark die Nachfrage nach solchen Hilfsmitteln in der klinischen Praxis ist.

Praktischer Nutzen für Patientinnen nach der Operation

Die verschiedenen Kissentypen erfüllen laut Uniklinikum Erlangen unterschiedliche Funktionen im Genesungsprozess nach einer Brustkrebsoperation. Sie lindern Schmerzen und Druck, die im Bereich der Operationsnarbe und der Achselhöhle auftreten können.

Herzkissen werden häufig unter den Arm geklemmt, um punktuellen Druck von der Wunde zu nehmen, während Gurtkissen als Polster zwischen Körper und Sicherheitsgurt dienen und so das Anlegen des Gurtes im Auto erträglicher machen. Portkissen wiederum schützen die Haut über implantierten Kathetersystemen, die bei der Krebsbehandlung häufig zum Einsatz kommen.

Anzeige

Nach einer Brustoperation kann schon der Sicherheitsgurt im Auto oder eine unbedachte Armbewegung unangenehmen Druck auf Narbe und Achselhöhle auslösen. Genau hier setzen die handgenähten Herz-, Gurt- und Portkissen an, die Patientinnen der Frauenklinik am Uniklinikum Erlangen seit Jahren begleiten. Unser kostenloser Ratgeber zeigt Ihnen, welches Kissen wann entlastet und wie Sie es im Alltag richtig einsetzen. Kostenlosen Komfort-Ratgeber anfordern

Solche einfachen, aber durchdachten Textilhilfen ergänzen die medizinische Versorgung um eine Komponente, die im Klinikalltag oft zu kurz kommt: den unmittelbaren, spürbaren Komfort im Alltag nach einem belastenden Eingriff.

Für viele Patientinnen bedeutet die Zeit nach einer Brustoperation eine Phase erhöhter Empfindlichkeit im Oberkörperbereich, in der bereits Kleinigkeiten wie ein Autogurt oder eine unbedachte Bewegung des Arms erhebliche Beschwerden auslösen können.

Ehrenamtliches Engagement als Ergänzung zur klinischen Versorgung

Dass ehrenamtliche Näherinnen wie Kizer und Reuschl seit Jahren kontinuierlich Nachschub liefern, unterstreicht den Stellenwert, den solche Initiativen im Klinikalltag mittlerweile einnehmen. Die Kissen werden offenbar fest in die Versorgung der Frauenklinik eingeplant, wie die runde Zahl von zehn Übergaben und die stetig wachsende Gesamtsumme nahelegen.

Anzeige

Sie möchten selbst etwas tun, das unmittelbar guttut? Mit Nadel, Faden und der richtigen Anleitung nähen Sie Herz-, Gurt- und Portkissen für sich oder eine Angehörige — so wie die Ehrenamtlichen, die dem Uniklinikum Erlangen bereits Tausende dieser Textilhilfen übergeben haben. Unser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch Material, Schnittmuster und Naht. Selbst-nähen-Anleitung jetzt holen

Mit den aktuell übergebenen 1.002 Kissen erhöht sich die Zahl der von den beiden Frauen bereitgestellten Hilfsmittel weiter, während die kumulierte Gesamtzahl aller seit 2022 gespendeten Kissen am Uniklinikum Erlangen die Marke von 6.897 Stück überschreitet.

Für die Frauenklinik bedeutet dies eine verlässliche Versorgung mit einem Hilfsmittel, das trotz seiner Einfachheit einen konkreten Beitrag zur Schmerzlinderung und zum Wohlbefinden von Patientinnen in einer besonders vulnerablen Phase ihrer Behandlung leistet.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70083301 |