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CERN migriert 17.000 Geräte: Von Red Hat auf Debian 13 bis Q4

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 17:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kernel 7.2.4 ist erschienen, während CERN den Wechsel zu Debian vorbereitet und Nvidia seine KI-Allianz an die Linux Foundation übergibt.

Linux-Kernel 7.2.4 veröffentlicht: Updates, CERN-Migration und KI
Ein weitläufiger Teilchenbeschleuniger-Tunnel mit komplexen Rohrsystemen und technischer Infrastruktur im CERN. Illustration mit AI erstellt.

Der Linux-Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman hat am 7. September 2026 die Version 7.2.4 des Linux-Kernels freigegeben. Diese Veröffentlichung markiert einen wichtigen Wartungspunkt für das Betriebssystem, da Kroah-Hartman alle Nutzer der 7.2-Reihe zu einer zeitnahen Aktualisierung aufforderte.

Parallel dazu wurden am 8. September 2026 weitere stabile Kernel-Versionen, namentlich 6.18.50 und 6.12.109, zur Verfügung gestellt, um die Sicherheit und Stabilität älterer Langzeit-Zweige zu gewährleisten.

Entwicklungstendenzen und Sicherheitsupdates

Während die stabilen Zweige gepflegt werden, gab Linus Torvalds am 7. September 2026 Einblicke in die Entwicklung des kommenden Kernels 7.3. Die zweite Release-Candidate-Version (rc2) sei laut Torvalds ungewöhnlich umfangreich ausgefallen. In diesem Zusammenhang verwies er in einer informellen Anmerkung scherzhaft auf den Einfluss von Künstlicher Intelligenz als mögliche Ursache für das gestiegene Datenvolumen im Code.

Im Bereich der Anwendungssicherheit veröffentlichte Canonical am 7. September 2026 den Sicherheitshinweis USN-8729-1 für Ubuntu. Dieser adressiert mehrere Schwachstellen in den Versionen 24.04 LTS und 22.04 LTS. Betroffen sind diverse Varianten wie generic, gcp, gke, nvidia, raspi und realtime.

Administratoren müssen beachten, dass nach der Installation der Patches ein Systemneustart erforderlich ist. Zudem führt eine Änderung der binären Kernelschnittstelle (ABI) dazu, dass Kernel-Module von Drittanbietern neu kompiliert werden müssen.

Strategische Migration beim CERN

Eine weitreichende Entscheidung im Bereich der Forschungsinfrastruktur wurde am 7. September 2026 bekannt: Das CERN plant bis zum vierten Quartal 2026 die Migration von 2.200 Steuerungsrechnern und rund 17.000 eingebetteten Geräten von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) auf Debian 13 mit dem Codenamen Trixie.

Hintergrund dieser Entscheidung ist die geplante Compiler-Baseline von RHEL 10, welche die Architekturen x86-64-v2 und v3 voraussetzt. Dies würde einen signifikanten Teil der bestehenden Hardware beim CERN technisch veralten lassen. Während die Steuerungsrechner der Beschleuniger umgestellt werden, sollen die Rechenzentren der Organisation weiterhin auf AlmaLinux oder RHEL betrieben werden.

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Fortschritte bei Hardware-Unterstützung und KI-Integration

Das Ökosystem für Linux-kompatible Hardware verzeichnete ebenfalls wichtige Fortschritte. Das Asahi-Linux-Projekt gab am 7. September 2026 bekannt, dass die Installationsroutine nun offizielle Unterstützung für Apple-Rechner mit M3-, M3 Pro- und M3 Max-Prozessoren bietet.

Wesentliche Komponenten wie Webcam, Mikrofone, Wi-Fi und USB-Schnittstellen mit 10 Gbit/s seien funktionsfähig. Eine Unterstützung für die Grafikeinheit (GPU) und den Display Controller (DCP) steht jedoch noch aus. Die Installation erfordert derzeit die Nutzung eines Expertenmodus.

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Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) übergab Nvidia am 7. September 2026 die Open Secure AI Alliance (OSAA) an die Linux Foundation. Die Allianz umfasst 120 Partner, darunter Branchengrößen wie Microsoft, Intel und Cisco.

Nvidia veröffentlichte zudem die Open-Source-Software PAIR (Personal AI Router), die KI-Workloads auf mehrere lokale Endgeräte verteilt. In Benchmarks konnte damit eine komplexe Aufgabe auf drei Geräten von 18 Minuten auf unter neun Minuten beschleunigt werden.

Passend dazu wurden auf der IFA 2026 neue Hardware-Lösungen wie der CHUWI UniBox AI495 Pro vorgestellt. Das System nutzt den AMD Ryzen AI MAX+ PRO 495 und verfügt über bis zu 192 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher.

Laut Herstellerangaben ist das Gerät in der Lage, lokale Sprachmodelle mit 300 Milliarden Parametern in einer 4-Bit-Quantisierung auszuführen. Auch ASUS erweiterte seine ProArt-Serie um RTX-Spark-Modelle, die auf Blackwell-GPUs basieren und eine Rechenleistung von bis zu 1 PetaFLOP im FP4-KI-Format erreichen sollen.

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