ChatGPT Work: OpenAI startet KI-Schulungsprogramm für Millionen
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 00:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der ChatGPT-Entwickler bringt ein umfassendes Schulungsprogramm an den Start – und zielt damit auf Millionen von Kleinbetrieben.
OpenAI hat ein neues Programm vorgestellt, das kleinen Unternehmen den Einstieg in die künstliche Intelligenz erleichtern soll. Die Initiative richtet sich an die rund 33 Millionen Kleinbetriebe in den USA – und könnte auch für den deutschen Mittelstand richtungsweisend sein. Das Angebot umfasst virtuelle Schulungen, Leitfäden und den Aufbau von KI-Akademien vor Ort.
Partnerschaften mit großen Softwareanbietern
Um die Integration zu vereinfachen, hat OpenAI Kooperationen mit mehreren Technologieunternehmen geschlossen. Dazu zählen Dropbox, Shopify, Intuit, Slack, Atlassian und Wix. Ziel ist es, KI-Tools direkt in die bestehenden digitalen Arbeitsabläufe der Unternehmen einzubinden.
Das Programm baut auf Erkenntnissen aus den „Small Business AI Jams" von 2025 auf. Damals gelang es 78 Prozent der Teilnehmer, innerhalb eines einzigen Tages einen funktionierenden KI-Workflow aufzubauen. 42 Prozent der befragten Kleinunternehmer berichteten zudem von einer Zeitersparnis von mehr als fünf Stunden pro Woche durch KI-Automatisierung.
ChatGPT Work im Zentrum der Strategie
Herzstück der neuen Initiative ist ChatGPT Work – eine agentengesteuerte Produktivitätsplattform, die auf dem GPT-5.6-Modell basiert. Die Modellfamilie umfasst die spezialisierten Varianten Sol, Terra und Luna, die bereits Anfang Juli 2026 vorgestellt wurden. Das neue Programm soll diese Werkzeuge nun gezielt für kleinere Unternehmen skalieren.
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OpenAI meldet für ChatGPT Work und Codex inzwischen eine gemeinsame Nutzerbasis von 10 Millionen. Allein die Codex-Nutzerzahl hat sich seit Anfang Juli verdoppelt. Seit dem 21. Juli 2026 ist ChatGPT Work über Web- und Mobile-Schnittstellen für Pro-, Enterprise- und Education-Nutzer verfügbar. Die Einführung für Plus- und Business-Pläne soll in den kommenden Tagen folgen. Zudem wurde die Desktop-Anwendung für Windows und Mac aktualisiert – mit Codex-Funktionen für alle Tarife, inklusive der kostenlosen Version.
Finanzielle Schieflage trotz Milliardenbewertung
Der Fokus auf kleine Unternehmen kommt zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt. Finanzvorständin Sarah Friar erklärte, dass zwar 95 Prozent der 900 Millionen wöchentlichen Nutzer auf kostenlosen Plänen bleiben, der Umsatzanteil aus Geschäftskonten sich jedoch seit 2024 auf rund 40 Prozent verdoppelt habe.
Trotz einer Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar (Stand März 2026) schreibt OpenAI weiterhin rote Zahlen. Zum Vergleich: Der Rivale Anthropic wurde im Mai 2026 mit 965 Milliarden Dollar bewertet und gab kürzlich bekannt, im zweiten Quartal 2026 erstmals einen operativen Gewinn erzielt zu haben.
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OpenAI setzt bei seiner Strategie auf die neue GPT-5.6-Architektur. Das Modell Sol ist für API-Entwickler zu Preisen von fünf Dollar pro einer Million Input-Token und 30 Dollar pro einer Million Output-Token erhältlich. Der Vorstoß folgt auf ähnliche Aktivitäten im Markt: Erst Mitte Juli hatte Salesforce ein Wachstumspaket für kleine und mittlere Unternehmen in Indien vorgestellt. Ob OpenAI auch den deutschen Markt ins Visier nimmt, blieb zunächst offen.
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