Checkmarx Fusion: KI-Tool spürt Code-Schwachstellen auf
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 22:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das israelische Sicherheitsunternehmen Checkmarx bringt ein neues Hybrid-Tool auf den Markt, das klassische Applikationssicherheit mit Künstlicher Intelligenz kombiniert. Die Plattform namens Checkmarx Fusion wurde am heutigen Donnerstag vorgestellt und nutzt das Claude-Modell des KI-Pioniers Anthropic, um Sicherheitslücken im Code aufzuspüren.
KI trifft auf bewährte Sicherheitsengines
Das Besondere an Fusion: Es vereint herkömmliche Application-Security-Engines (AppSec) mit modernen KI-Modellen. Ziel ist es, Schwachstellen zu erkennen, die traditionelle Scanner übersehen. Die Integration von Anthropics Claude soll die Erkennungsrate deutlich verbessern.
Ein kritischer Punkt für viele Unternehmen: der Schutz ihres Quellcodes. Checkmarx setzt deshalb auf Amazon Bedrock als Betriebsplattform. Dadurch bleibt der Kunden-Code während des gesamten Scan-Vorgangs in der eigenen Cloud-Umgebung. Datenschutz und Datenresidenz sind so gewährleistet.
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Das Tool befindet sich derzeit in der Early-Access-Phase. Auf der Sicherheitskonferenz Black Hat USA stellt Checkmarx die Lösung am Stand #4553 vor.
Alarmierende Zahlen: Fast jedes zweite Code-Stück stammt von KI
Der Launch kommt nicht von ungefähr. Ein aktueller Checkmarx-Bericht aus dem Jahr 2026 zeigt: 49 Prozent des gesamten Produktionscodes wird mittlerweile von KI generiert. Die rasante Verbreitung von KI-Tools in der Softwareentwicklung erhöht das Sicherheitsrisiko erheblich.
Besonders betroffen: Unternehmen, die zu 81 bis 100 Prozent KI-generierten Code ausliefern. Sie sind einer Studie zufolge dreimal häufiger von Sicherheitslücken betroffen als Firmen mit geringerem KI-Anteil.
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Checkmarx-CEO Sandeep Johri betont: „Es reicht nicht mehr, Schwachstellen nur zu identifizieren. Unternehmen müssen ihre Fähigkeit verbessern, diese auch tatsächlich zu beheben." Die Branchenzahlen geben ihm recht: Weniger als zehn Prozent aller Organisationen schaffen es, innerhalb von 90 Tagen 90 Prozent ihrer Sicherheitslücken zu schließen.
Leistungsfähigkeit im Test
Die technischen Daten von Checkmarx Fusion können sich sehen lassen: In Tests erreichte das Tool einen F1-Score von 0,741. Das Unternehmen gibt an, dass dieser Wert fast viermal so hoch liegt wie der Durchschnitt vergleichbarer Lösungen. Der F1-Score misst das Verhältnis von Präzision und Trefferquote – für Sicherheitsexperten ein aussagekräftigerer Wert als die bloße Anzahl entdeckter Schwachstellen.
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