Chrome 151: Google schließt 22 kritische Lücken in 48 Stunden
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 15:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat innerhalb von nur 48 Stunden zwei aufeinanderfolgende Sicherheitsupdates für seinen Chrome-Browser veröffentlicht. Die Aktualisierungen beheben insgesamt mehrere Dutzend Schwachstellen, darunter kritische Speicherfehler, die Angreifern das Ausführen von Schadcode ermöglichen könnten.
Zwei Updates in kurzer Folge
Zunächst brachte Google die Versionen 151.0.7922.169 und .170 heraus, die 15 Schwachstellen schlossen. Kurz darauf folgten die Versionen 151.0.7922.173 und .174, mit denen weitere 7 Sicherheitslücken behoben wurden.
Unter den insgesamt adressierten Schwachstellen befinden sich mehrere als kritisch eingestufte Speicherfehler, darunter die Sicherheitslücken CVE-2026-76034, CVE-2026-76036 und CVE-2026-76017.
Besonders die zuletzt veröffentlichten Versionen 151.0.7922.173 und .174 gelten als sicherheitsrelevant: Sie schließen kritische Lücken, über die Angreifer nach Einschätzung von Google potenziell Schadcode auf betroffenen Systemen ausführen könnten. Auch unabhängige Berichte bestätigen, dass Chrome 151 kritische Schwachstellen behebt, die eine Remote-Code-Ausführung ermöglicht hätten.
BSI warnt vor Risiko durch manipulierte Webseiten
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat angesichts der Schwere der Lücken eine Warnung ausgesprochen und dringend zur Installation der Updates geraten. Nach Einschätzung des BSI kann bereits das Öffnen einer manipulierten Webseite ausreichen, damit Schadcode auf dem Gerät der Nutzer ausgeführt wird. Die Behörde empfiehlt allen Chrome-Nutzern, die verfügbaren Aktualisierungen umgehend zu installieren.
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Was Nutzer jetzt tun sollten
Damit die Sicherheitsupdates wirksam werden, reicht es in der Regel nicht aus, dass Chrome die neue Version im Hintergrund herunterlädt. Nutzer sollten den Browser aktiv neu starten, damit die installierten Patches tatsächlich aktiviert werden. Wer Chrome längere Zeit nicht geschlossen hat, läuft Gefahr, trotz vorhandenem Update weiterhin mit einer verwundbaren Version im Netz unterwegs zu sein.
Die kurze zeitliche Abfolge der beiden Updates unterstreicht, wie dynamisch Google derzeit auf neu entdeckte Schwachstellen reagiert. Angesichts der kritischen Einstufung mehrerer der behobenen Lücken sowie der ausdrücklichen Warnung des BSI empfiehlt es sich für Privatnutzer wie auch Unternehmen, die Aktualität ihrer Chrome-Installation zeitnah zu überprüfen und gegebenenfalls den Browser neu zu starten.
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