Chrome 157: Google schließt 213 Sicherheitslücken, sieben davon kritisch
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deGoogle hat am 3. November 2026 die Version Chrome 157 für Windows, macOS und Linux freigegeben und damit insgesamt 213 Schwachstellen behoben. Die Auslieferung erfolgt für Windows und macOS unter den Versionsnummern 157.0.8103.38 sowie 157.0.8103.39, während für Linux die Version 157.0.8103.38 bereitsteht.
Von den geschlossenen Lücken stufte das Unternehmen sieben als kritisch und 77 mit dem Schweregrad hoch ein. Weitere 75 Schwachstellen fallen in die mittlere Kategorie, während 54 als geringfügig bewertet wurden.
Zahlreiche kritische Lücken und Unterstützung durch KI-Systeme
Unter den sieben als kritisch eingestuften Schwachstellen befinden sich Pufferüberläufe in Dawn (CVE-2026-121156 und CVE-2026-121247), eine Speicherbeschädigung in ANGLE (CVE-2026-121229) sowie ein Use-after-free-Fehler in WebGL (CVE-2026-121246).
Zudem betreffen kritische Einstufungen die Bereiche Prerender (CVE-2026-121035), Geometry (CVE-2026-121203) und Core (CVE-2026-121126). Bei den Sicherheitslücken mit hoher Priorität nennt Google unter anderem einen V8-Typfehler (CVE-2026-121082) sowie einen PDFium-Pufferüberlauf (CVE-2026-121113).
Insgesamt entfallen 84 der 213 Sicherheitskorrekturen auf die beiden höchsten Risikostufen. Bei der Behebung kamen auch automatisierte Systeme zum Einsatz: 130 Korrekturen erstellte Google selbst, 14 wurden mit Unterstützung von Claude entwickelt und sieben von OpenAI Codex Security. Die Schwachstelle im Prerender-Bereich meldete der Anthropic-Forscher Xinyang Ge mit Unterstützung künstlicher Intelligenz.
Warnung vor Risiken und weltweiter Rollout
Laut einem Bericht vom 3. November 2026 wies das BSI CERT-Bund auf mehrere Schwachstellen in Google Chrome sowie Microsoft Edge hin. Diese ermöglichen nicht näher spezifizierte Angriffe und bergen Risiken wie das Ausführen von beliebigem Schadcode, Rechteausweitungen, das Umgehen von Sicherheitsmechanismen und die Offenlegung von Daten.
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Eine aktive Ausnutzung der Lücken lag Google zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch nicht vor. Genaue Details zu den Schwachstellen hält der Konzern zurück, bis eine breite Masse der Nutzerschaft die Aktualisierung erhalten hat.
Die Verteilung von Chrome 157 erfolgt über Tage bis Wochen, lässt sich jedoch in den Programmeinstellungen manuell anstoßen. Neben der Desktop-Version erschien Chrome 157 am 3. November 2026 auch für Android (157.0.8103.38) mit den gleichen Sicherheitskorrekturen sowie für iPhone und iPad (157.0.8103.37).
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Für Unternehmensumgebungen wurde der Extended Stable Channel auf die Version 156.0.8078.88 mit 55 Fehlerbehebungen aktualisiert. Zudem steht laut einem Bericht vom 3. November 2026 ein Offline-Installer für Windows bereit (164,0 MB für 64-Bit, 154,0 MB für 32-Bit), der auf automatische Updates verzichtet.
Neue Funktionen für Desktop und Mobilgeräte
Über die Sicherheitskorrekturen hinaus bringt Chrome 157 funktionale Neuerungen. Dazu gehören ein überarbeitetes Drei-Punkte-Menü, eine dynamische Windows-Patching-Funktion über die Richtlinie DynamicPatchingEnabled, ein erweitertes Autofill sowie Neuerungen bei Webstandards wie HTML-in-canvas und text-overflow-Strings.
Für Android liefert das Update laut Berichten vom 4. November 2026 unter anderem eine Language Detector API, die eine lokale Spracherkennung per Machine-Learning-Modell auch offline erlaubt. Ergänzt wird dies durch CSS-Erweiterungen, die Sanitizer-API-Option javascriptURLs, WebGPU-Funktionen sowie CORS für die Background Fetch API. Die Veröffentlichung von Chrome 158 ist für den 17. November 2026 geplant.
