Chrome, Google

Chrome 157: Google schließt 213 Sicherheitslücken, sieben davon kritisch

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 20:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Update behebt sieben kritische Fehler; eine neue Funktion überträgt Tabs zwischen Geräten mit demselben Google-Konto.
Ein minimalistischer Flur in einem modernen Rechenzentrum mit Server-Racks in kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Am 3. November 2026 hat Google den Webbrowser Chrome in der Version 157 für Windows, macOS und Linux im stabilen Veröffentlichungskanal freigegeben. Das umfangreiche Sicherheitsupdate schließt 213 Schwachstellen.

Für Systeme mit Windows und macOS stehen die Build-Nummern 157.0.8103.38 und 157.0.8103.39 bereit, während Linux-Installationen die Versionsnummer 157.0.8103.38 erhalten. Zeitgleich wird Chrome für Android über Google Play auf Version 157.0.8103.38 aktualisiert. Um die neuen Schutzmaßnahmen wirksam anzuwenden, ist ein vollständiger Neustart des Browsers erforderlich.

Sieben kritische Sicherheitslücken im Fokus

Unter den 213 behobenen Fehlern stuft Google sieben als kritisch ein. Weitere 77 Schwachstellen gelten als hochriskant, 75 als mittelschwer und 54 als Lücken mit niedrigem Bedrohungsgrad. Zu den kritischen Schwachstellen zählen zwei Pufferüberläufe in der Dawn-Komponente (CVE-2026-121156 und CVE-2026-121247) sowie eine Speicherbeschädigung in ANGLE (CVE-2026-121229).

Für die Lücke CVE-2026-121156 in Dawn und WebGPU liegt nach Angaben von CISA-ADP ein CVSS-3.1-Basisscore von 9,6 vor. Der Fehler CVE-2026-121229 in Chrome für Android ermöglicht potenziell die Ausführung von Schadcode außerhalb der Sandbox über speziell präparierte HTML-Seiten.

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Die übrigen kritischen Schwachstellen betreffen Use-after-free-Fehler in WebGL (CVE-2026-121246), im Prerender-System (CVE-2026-121035), in der Geometry-Bibliothek (CVE-2026-121203) und im Core-Bereich (CVE-2026-121126).

Über alle Schweregrade hinweg stellten 45 Use-after-free-Probleme, 13 Datenlecks und 13 Typverwechslungen die häufigsten Kategorien dar, wovon mehrere die JavaScript-Engine V8 betrafen.

Prämien für externe Sicherheitsforscher

Von den geschlossenen Lücken wurden 130 intern von Google-Mitarbeitern aufgedeckt, während die übrigen auf Meldungen externer IT-Sicherheitsexperten zurückgehen. An den sieben kritischen Schwachstellen waren neben zwei Funden durch interne Google-Forscher auch Xinyang Ge von Anthropic mit zwei Meldungen sowie Wenbin Liu mit einem Fund beteiligt.

Bislang zahlte Google mindestens 31.000 US-Dollar an Bug-Bounties an externe Entdecker aus. Für 39 eingereichte Lücken stehen die Belohnungen noch aus, darunter 10.000 US-Dollar für Zhenpeng Lin bezüglich des Dawn-Pufferüberlaufs (CVE-2026-121156) und 1.000 US-Dollar an @mfx für den ANGLE-Fehler (CVE-2026-121229).

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Google erklärte, dass keine der 213 Schwachstellen vor der Bereitstellung des Patches aktiv in freier Wildbahn ausgenutzt wurde; entsprechend ist kein Eintrag im KEV-Katalog der US-Cybersicherheitsbehörde CISA verzeichnet. Das Kanadische Zentrum für Cybersicherheit wies in einer Mitteilung mit Stand vom 3. November 2026 ebenfalls auf die Anfälligkeit älterer Desktop-Versionen hin und riet zur zügigen Aktualisierung.

Neue Tab-Funktion und geplante Schnittstellen

Neben Fehlerbehebungen führt Chrome 157 eine Neuerung für die geräteübergreifende Nutzung ein: Anwender können geöffnete Tabs per Rechtsklick über den Menüpunkt zum Senden an eigene Geräte übertragen, sofern auf den Zielsystemen dasselbe Google-Konto aktiv ist.

Parallel arbeitet das Unternehmen an weiteren Anpassungen. Bereits am 24. Oktober 2026 zeigte sich in Testversionen von Chrome Canary eine Suchleiste im Hauptmenü, die passende Browser-Befehle, Lesezeichen und kürzlich besuchte Seiten auflistet.

Die Überarbeitung unter dem Codenamen Projekt GlowUp beinhaltet zudem größere Schaltflächen für Kernfunktionen sowie eine überarbeitete Bildlaufleiste. Ein Veröffentlichungstermin für diese Menüsuche in der stabilen Version steht noch nicht fest. Das Erscheinen der nächsten regulären Hauptversion Chrome 158 ist für den 17. November 2026 vorgesehen.

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