Chrome-Sicherheitslücke: Siebtes Zero-Day-Leck im Jahr 2026
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 12:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat eine Sicherheitslücke in seinem Webbrowser Chrome bestätigt, die bereits aktiv von verschiedenen Akteuren für die Ausführung von Schadcode ausgenutzt wird. Den vorliegenden Informationen zufolge ermöglicht der Fehler den Angreifern, Code außerhalb der gesicherten Sandbox-Umgebung auszuführen.
Die Schwachstelle wird unter der Kennung CVE-2026-87491 geführt. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Out-of-Bounds-Schreibfehler innerhalb der JavaScript-Engine V8. Die technische Relevanz der Lücke wird durch einen CVSS-Wert von 8.8 unterstrichen, was einer hohen Bedrohungsstufe entspricht.
Mit der Entdeckung dieser Schwachstelle verzeichnet Google bereits das siebte aktiv ausgenutzte Zero-Day-Leck in Chrome im laufenden Jahr 2026. Im Zuge der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen wurden insgesamt 230 Schwachstellen innerhalb des Browsers durch Patches behoben.
Entdeckung und Entlohnung durch Bug-Bounty-Programm
Die Meldung über die Sicherheitslücke CVE-2026-87491 ging bereits am 6. August 2026 bei Google ein. Als Entdecker wurde Jihyeon Jeong von der Seoul National University identifiziert. Für die Identifizierung und Meldung des Fehlers zahlte das Unternehmen eine Belohnung in Höhe von 2.500 US-Dollar im Rahmen seines Bug-Bounty-Programms aus.
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Da die Architektur von Chrome auf dem Open-Source-Projekt Chromium basiert, beschränkt sich das Sicherheitsrisiko nicht allein auf den Google-Browser. Berichten zufolge sind sämtliche Browser betroffen, die auf dieser Technologie aufsetzen, darunter Microsoft Edge, Brave, Opera und Vivaldi. Die Entwickler dieser Programme müssen daher ebenfalls zeitnahe Aktualisierungen bereitstellen, um die Sicherheit ihrer Nutzer zu gewährleisten.
Aktualisierungen für Windows, Mac und Linux
Google hat bereits damit begonnen, die entsprechenden Fixes für die betroffene Engine auszurollen. Für Linux-Systeme wurde die Version 153.0.8010.36 bereitgestellt. Nutzer von Windows und Mac erhalten das Sicherheits-Update mit den Versionsnummern 153.0.8010.36 beziehungsweise 153.0.8010.37.
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Das Unternehmen rät der Nutzerschaft dringend dazu, die installierten Chrome-Browser auf die neueste Version zu aktualisieren. Bislang hat Google keine weiteren technischen Details zur genauen Funktionsweise des Exploits oder zur Identität der Angreifer veröffentlicht.
Diese Zurückhaltung bei der Informationsgabe ist in der Branche üblich, um zu verhindern, dass weitere Akteure die Schwachstelle ausnutzen können, bevor ein Großteil der Anwender die schützenden Updates installiert hat. Auch eine konkrete Zuweisung der Angriffe zu bestimmten Gruppierungen oder staatlichen Akteuren blieb bisher aus.
