Cisco-Firewall, Kritische

Cisco-Firewall: Kritische Lücke CVE-2026-20349 unter aktivem Angriff

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 19:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cisco meldet aktive Angriffe auf Firewall-Systeme. Eine kritische Schwachstelle im SSL-VPN-Modul erlaubt Remote-DoS-Angriffe ohne Authentifizierung. Updates verfügbar.

Cisco Firewall-Warnung: Kritische Lücke ermöglicht DoS-Angriffe
Nahaufnahme eines modernen Netzwerk-Firewall-Geräts in einem Serverraum mit blinkenden Status-LEDs. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Netzwerkhersteller Cisco Systems hat eine dringende Sicherheitswarnung für seine zentralen Firewall-Lösungen veröffentlicht. Betroffen sind die Secure Firewall Adaptive Security Appliance (ASA) sowie die Firepower Threat Defense (FTD). Das Unternehmen registriert derzeit aktive Angriffe, die gezielt dazu eingesetzt werden, betroffene Geräte durch Systemabstürze außer Gefecht zu setzen.

Kritische Schwachstelle im SSL-VPN-Modul

Die als CVE-2026-20349 identifizierte Sicherheitslücke befindet sich im Remote Access SSL VPN der betroffenen Software-Reihen. Ein Angreifer benötigt für einen Angriff keine gültigen Zugangsdaten. Durch das Senden einer manipulierten HTTP-Anfrage über das Netzwerk kann ein nicht authentifizierter Dritter einen Neustart des Geräts erzwingen. Dieser sogenannte Denial-of-Service-Zustand (DoS) führt zur Unterbrechung der Netzwerkverfügbarkeit und der VPN-Dienste.

Branchenanalysten bewerten die Schwachstelle mit einem CVSS-Score von 8.6, was einer hohen Risikostufe entspricht. Das Product Security Incident Response Team (PSIRT) von Cisco bestätigte, dass im August 2026 Berichte über eine aktive Ausnutzung der Schwachstelle eingingen. In Reaktion darauf hat die US-Cybersicherheitsbehörde CISA die Lücke bereits in ihren Katalog der bekanntlich ausgenutzten Schwachstellen (Known Exploited Vulnerabilities) aufgenommen. Für US-Bundesbehörden wurde eine verbindliche Frist zur Behebung der Sicherheitslücke bis zum 14. August festgelegt.

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Keine Workarounds – Hotfixes für ASA und FTD verfügbar

Da laut Cisco keine alternativen Schutzmaßnahmen oder Workarounds zur Verfügung stehen, ist die Installation der bereitgestellten Sicherheitsupdates zwingend erforderlich. Das Unternehmen hat spezifische Hotfixes für eine breite Palette an Softwareversionen veröffentlicht.

Die Aktualisierungen betreffen ASA-Versionen von 9.16 bis 9.24 sowie FTD-Releases von 7.0 bis 10.0. Im Detail stehen folgende korrigierte Fassungen zur Verfügung:
* ASA: 89.16.4.50, 89.18.4.50, 9.20.4.235, 9.22.3.191, 9.23.1.211 und 9.24.1.221
* FTD: HK-7.4.7.1-1, AN-7.7.11.1-2 sowie S-10.0.0.1-2

Für die Installation dieser Hotfixes ist die Verwendung des Adaptive Security Device Manager (ASDM) in der Version 7.24.1.374 Voraussetzung.

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Hinweise zur Erkennung und Entwarnung für Managementsysteme

Zur Identifizierung von Angriffsversuchen in bestehenden Netzwerkumgebungen hat Cisco entsprechende Snort-Regeln mit den Kennungen 46897 und 59654 bereitgestellt. Diese können in kompatiblen Intrusion-Detection-Systemen eingesetzt werden, um die spezifischen manipulierten HTTP-Anfragen zu blockieren.

Das Firepower Management Center (FMC), welches zur zentralen Verwaltung von Firewall-Clustern dient, ist nach Angaben des Herstellers nicht von der Schwachstelle CVE-2026-20349 betroffen. Kunden, die diese Plattform nutzen, müssen lediglich die verwalteten Endgeräte (ASA und FTD) aktualisieren, um den Schutz wiederherzustellen.

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