Claude API: Anthropic hebt die Obergrenze von 32 auf 128 Megabyte an
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 05:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas KI-Unternehmen Anthropic hat die maximale Anfragegröße für seine First-Party-Claude-API spürbar angehoben. Über den offiziellen Entwickler-Kanal ClaudeDevs auf der Plattform X gab das Unternehmen bekannt, dass die Obergrenze für die Messages API sowie den Endpunkt zur Token-Zählung von bisher 32 Megabyte auf nun 128 Megabyte vervierfacht wurde. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, wurde diese Anpassung bereits am 28. Oktober 2026 vorgenommen.
Beseitigung von Engpässen bei Bild- und PDF-Dateien
Ziel der Vervierfachung ist die Unterstützung bildintensiver Arbeitsabläufe, komplexer Sitzungen über mehrere Dialogschritte hinweg sowie datenintensiver Interaktionen. Bislang führten insbesondere umfangreiche Sitzungen bei der Computer-Nutzung sowie große PDF-Dokumente zu Problemen. Entwickler stießen regelmäßig auf die Fehlermeldung HTTP 413, obwohl innerhalb des Modells noch ausreichend Kontextfenster zur Verfügung stand.
Ein wesentlicher technischer Grund für diese Einschränkung lag in der Base64-Kodierung, mit der Binärdateien über die API übermittelt werden. Da dieses Verfahren den Datenumfang von Dateien um rund ein Drittel vergrößert, erreichte beispielsweise ein Dokument mit einer ursprünglichen Dateigröße von 24 Megabyte bereits die bisherige Obergrenze von 32 Megabyte.
Kommt es zu einer Überschreitung der neuen Obergrenze, wird die Anfrage am Netzwerkrand durch den Dienstleister Cloudflare mit der Fehlermeldung HTTP 413 request_too_large abgewiesen.
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Preise und Partnergrenzen bleiben unverändert
Die Anhebung auf 128 Megabyte gilt ausschließlich für direkte Anfragen an die First-Party-API von Anthropic. Bei Drittanbietern und Cloud-Plattformen greifen weiterhin die bisherigen Vorgaben. So verharrt das Limit bei Amazon Bedrock bei 20 Megabyte.
Für von Google verwaltete Claude-Modelle auf der Google Cloud gilt weiterhin ein Grenzwert von 30 Megabyte. Auf 32 Megabyte verbleiben die Grenzen für die Claude Platform auf AWS, die von Anthropic verwaltete Plattform auf Google Cloud sowie für Microsoft Foundry.
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Auch innerhalb des eigenen Dienstleistungsangebots von Anthropic bleiben diverse Grenzwerte unverändert. Die Message Batches API behält ihre Grenze von 256 Megabyte, während für die Files API weiterhin ein Maximum von 500 Megabyte gilt.
Auch für Bereiche wie Sitzungen, Agenten und Umgebungen bleibt die Vorgabe bei 32 Megabyte bestehen. Ebenso kündigte das Unternehmen an, dass sich durch die Maßnahme weder die Preise noch die Token-Abrechnung, die bestehenden Ratenbegrenzungen oder die Größen der Kontextfenster ändern.
Im Rahmen der Umstellung aktualisierte Anthropic bereits die Dokumentation zur PDF-Unterstützung auf die neuen 128 Megabyte. Zuletzt waren die Unterlagen jedoch noch nicht vollständig synchronisiert, da einzelne Übersichtsseiten weiterhin das bisherige Limit von 32 Megabyte auswiesen.
