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Claude Duet: Anthropic verlangt Freigabe, Perplexity-Agenten arbeiten autonom

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 03:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Claude Duet und Perplexity Teammates automatisieren Arbeitsabläufe, unterscheiden sich aber bei Freigaben, Zugang und technischer Umsetzung.
Ein minimalistischer, moderner Büroraum mit großen Fenstern, poliertem Betonboden und einem leeren Holztisch in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Das KI-Unternehmen Anthropic treibt die Entwicklung autonomer Arbeitsassistenten voran und hat die Preview von Claude Duet angekündigt, einem spezialisierten Agenten für kleinere Unternehmen und professionelle Anwender.

Nachdem Anthropic das System am 21. Oktober 2026 erstmals präsentierte, rückt die praktische Integration solcher Assistenten in den betrieblichen Alltag weiter in den Vordergrund. Mit der Vorstellung der konkurrierenden Agenten-Plattform Teammates durch Perplexity am 5. November 2026 intensiviert sich der Wettbewerb um automatisierte Arbeitsabläufe in Organisationen zusätzlich.

Tägliche Briefings und Genehmigungspflicht bei Claude Duet

Claude Duet wurde konzipiert, um Routineprozesse eigenständig zu begleiten. Zu den Aufgabenbereichen des Agenten gehören das Erstellen täglicher Briefings, die kontinuierliche Überwachung verknüpfter Anwendungen sowie die Ausführung konkreter Tätigkeiten wie die Pflege von Dashboards, Vorbereitungen für Meetings oder die Modellierung von Finanzprognosen.

Das System ist so aufgebaut, dass es im Hintergrund ohne direkte Aufsicht weiterarbeitet. Vor der endgültigen Ausführung von Aktionen verlangt Claude Duet jedoch ausdrücklich eine Freigabe durch die Anwender. Der Zugang wird über eine Standalone-App sowie die Claude-Website bereitgestellt, wobei die Preview für Abonnenten der Tarife Pro und Max über eine Warteliste geregelt ist.

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Anthropic betonte, dass sich Claude Duet noch in einer frühen Entwicklungsphase befinde und Fehler möglich seien. Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Agent Gesprächsverläufe missverstehen oder die Dringlichkeit einzelner Vorgänge falsch einschätzen könne.

Im Marktsegment professioneller Assistenten trifft Claude Duet unter anderem auf OpenAI Dots sowie Meta Muse; für Letzteres vermeldete Meta-CEO Mark Zuckerberg mehr als 10 Millionen Nutzer in den USA und Kanada innerhalb der ersten 1,5 Monate nach dem Start.

Perplexity stellt dauerhaft laufende Teammates vor

Am 5. November 2026 stellte Perplexity mit Teammates ein vergleichbares, produktivitätsorientiertes Werkzeug vor. Die dauerhaft laufenden Agenten fungieren als Erweiterung des bestehenden Tools Perplexity Computer und halten Kontexte sowie die bisherige Arbeitshistorie über längere Projektzeiträume hinweg fest. Statt auf wiederholte Nutzereingaben zu warten, führen die Agenten übertragene Arbeitsaufträge selbstständig fort.

Die Anwendung startete als Research-Preview im Web und laut Branchenberichten auch für iOS, während native Versionen für Mobilgeräte und den Desktop folgen sollen. Derzeit bleibt die Funktion individuellen Abonnenten des Max-Plans vorbehalten, der 200 US-Dollar pro Monat oder 2.000 US-Dollar pro Jahr kostet; Pro- und Enterprise-Tarife sind standardmäßig nicht enthalten.

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Die Nutzung ist während der Einführungsphase kostenfrei und wird später über ein monatliches Credit-Kontingent des Max-Plans abgerechnet. Als Standardmodell kommt Claude Opus 5.5 zum Einsatz.

Technisch agiert jeder Teammate auf einer isolierten virtuellen Maschine beziehungsweise einem Cloud-Desktop mit eigenem Browser und separaten Cookies. Fortschritte lassen sich über die Perplexity-App sowie über Slack nachvollziehen. Zudem bestehen Integrationen für Dienste wie Gmail, GitHub und Linear.

Die Agenten übernehmen spezifische Rollen wie Ads Manager, Engineer, QA Engineer oder Legal Research Assistant, können Aufgaben untereinander weiterreichen und verfügen im Gegensatz zu Claude Duet über keine vorgeschaltete Freigabesperre. Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert und bleiben den Agenten verborgen.

Wachsender Wettbewerb im Markt für KI-Agenten

Perplexity-CEO Aravind Srinivas formulierte auf der Plattform X die Vision, dass Organisationen künftig Hunderte Teammates pro Person einsetzen könnten. Vor dem Start hatte Perplexity nach eigenen Angaben innerhalb von 30 Tagen rund 10.000 Agenten für interne Zwecke aufgesetzt, was dem 20-Fachen der damaligen Belegschaft entsprach. Das Unternehmen verzeichnete mit Stand August 2026 einen Jahresumsatz von über 750 Millionen US-Dollar.

Mit den neuen Modellen formiert sich ein zunehmend differenziertes Preisfeld für KI-Agenten im Geschäftsumfeld: Neben Meta Muse und SpaceX Grok Bots konkurrieren Lösungen wie OpenAI Dots ab 100 US-Dollar und Anthropic Duet ab 20 US-Dollar um Unternehmenskunden.

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