Claude-Max-Betrug: GefÀlschte Gratisangebote stehlen Google-Anmeldedaten
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 15:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Cyberkriminelle nutzen das anhaltend hohe Interesse an generativer kĂŒnstlicher Intelligenz fĂŒr eine neue Betrugsmasche. Mit dem Versprechen angeblich kostenloser ZugĂ€nge zu einem sogenannten Claude-Max-Abonnement locken Angreifer derzeit Internetnutzer auf gefĂ€lschte Websites.
Wie aus aktuellen Sicherheitsberichten hervorgeht, haben es die HintermÀnner dabei jedoch nicht auf direkte Zahlungsdaten abgesehen, sondern zielen gezielt auf das Abgreifen von Google-Anmeldedaten ab.
Um potenzielle Opfer zu tĂ€uschen, setzen die Betreiber der betrĂŒgerischen Seiten auf eine Kombination aus psychologischem Druck und technischer FĂ€lschung. Auf den Landingpages werden Besuchern erfundene Nutzerbewertungen sowie ein ablaufender Countdown prĂ€sentiert, um Dringlichkeit vorzutĂ€uschen und zum schnellen Handeln zu verleiten.
Beim Klick auf das angebliche Angebot öffnet sich ein sogenanntes Browser-in-the-Browser-Fenster. Dieses simuliert innerhalb der Website ein legitimes Login-Fenster von Google, fÀngt die dort eingetippten Zugangsdaten jedoch direkt ab.
Wer sich mit den Gefahren von gefĂ€lschten Logins und Datenmissbrauch befasst, sollte die neuesten Methoden der Cyberkriminellen kennen. Dieses kostenlose Anti-Phishing-Paket enthĂŒllt psychologische Manipulationstaktiken und zeigt Ihnen in 4 Schritten, wie Sie Angriffe effektiv stoppen. Gratis Anti-Phishing-Leitfaden jetzt herunterladen
Sicherheitsexperten raten Verbrauchern dringend dazu, Rabatte oder Spezialangebote ausschlieĂlich ĂŒber die offiziellen Websites der jeweiligen Plattformanbieter zu prĂŒfen und stets auf mögliche Abweichungen in den Domain-Adressen zu achten.
Wachsender Schwarzmarkt fĂŒr gestohlene KI-ZugĂ€nge
Die aktuelle Phishing-Welle fĂŒgt sich in einen gröĂeren Trend im Bereich der CyberkriminalitĂ€t ein. Gestohlene ZugĂ€nge zu KI-Diensten haben sich zu einer begehrten Handelsware im Netz entwickelt.
Nach Erkenntnissen der Google Threat Intelligence Group wuchs der Schwarzmarkt fĂŒr unrechtmĂ€Ăig erlangte Nutzerkonten bekannter KI-Modelle wie ChatGPT, Claude und Gemini im Jahr 2026 deutlich an. Auf den von Google beobachteten Handelsplattformen hat sich der durchschnittliche Preis fĂŒr solche KI-Konten im laufenden Jahr mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig werden illegale Angebote auf diesen UntergrundmĂ€rkten mit massiven PreisnachlĂ€ssen angepriesen. GegenĂŒber den regulĂ€ren GebĂŒhren der offiziellen Dienste erreichen die Rabatte auf den illegalen MarktplĂ€tzen bis zu 97 Prozent.
Der Schutz digitaler ZugĂ€nge wird angesichts steigender Hacker-Angriffe immer komplexer, doch neue Technologien bieten bereits sicherere Alternativen zum klassischen Passwort. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie Passkeys bei groĂen Diensten einrichten und Ihre Konten so vor unbefugten Zugriffen schĂŒtzen. Kostenlosen Passkey-Report sichern
Die gehandelten ZugĂ€nge stammen laut den Sicherheitsexperten aus verschiedenen Einfallstoren. Neben klassisch kompromittierten Benutzerkonten nutzen Kriminelle gestohlene Sitzungsdaten oder entworfene API-SchlĂŒssel, um sich unerlaubten Zugriff zu verschaffen.
Zudem gewinnt eine als âLLM-Jackingâ bezeichnete Angriffsmethode an Bedeutung, bei der TĂ€ter Cloud-Ressourcen von Unternehmen unbefugt anzapfen und fĂŒr eigene KI-Berechnungen missbrauchen. Die Jagd nach gĂŒltigen Zugangsdaten verdeutlicht, dass Angreifer KI-Ressourcen zunehmend als lukratives Angriffsziel begreifen.
