COMPAS Meeting von medi / InterdisziplinÀrer Austausch zur Verbesserung lymphologischer Versorgungsstandards
Veröffentlicht am: 18.06.2026 um 10:00 Uhr | presseportal.de
Das diesjĂ€hrige COMPAS Meeting baute auf den Ergebnissen des ersten Summits in Osaka (Japan) 2025 auf. Ziel der Initiative ist es, internationale Expert:innen zusammenzubringen, um wissenschaftlich fundierte Empfehlungen fĂŒr die Versorgung von Patient:innen mit chronischen Lymphödemen zu entwickeln sowie deren Umsetzung weltweit zu fördern.
Internationale Zusammenarbeit fĂŒr eine bessere Versorgung
Zentraler Schwerpunkt des Treffens war die Weiterentwicklung eines internationalen Konsenses zur medizinischen Kompressionstherapie. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Erarbeitung evidenzbasierter Leitlinien fĂŒr den Einsatz von medizinischer Kompressionstherapie bei der Behandlung von Phlegmone, bei mikrochirurgischen Eingriffen, der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) sowie bei SelbstmanagementansĂ€tzen. In diversen Sitzungen arbeiteten interdisziplinĂ€re Healthcare Professionals zusammen, um WissenslĂŒcken zu schlieĂen und globale Empfehlungen weiter zu prĂ€zisieren.
Ăbersetzung von Forschung in die Praxis
Des Weiteren lag der Fokus auf dem Wissenstransfer zwischen Forschung und medizinischer Versorgung. Im Rahmen des ALERT-Tages standen klinische Demonstrationen auf dem Programm sowie Falldiskussionen mithilfe der ICG-Bildgebung, Sessions zu individualisierten medizinischen Kompressionsstrategien, FrĂŒhinterventionsmodelle und Bewegungstherapie bei Lymphödem. Entscheidend war auĂerdem der Austausch globaler Perspektiven: LĂ€nderbeitrĂ€ge aus Uganda, Australien, Japan, Indien, China und Europa lieferten wertvolle Einblicke zu Herausforderungen und Innovationen in der medizinischen Versorgung verschiedener Gesundheitssysteme. Die Diskussionen machten einerseits Unterschiede im Zugang zu KPE und medizinischer Kompressionstherapie sichtbar, zeigten andererseits aber auch innovative Versorgungsmodelle und kulturell angepasste BehandlungsansĂ€tze auf.
DarĂŒber hinaus wurden neue Forschungsergebnisse und Innovationen in der Lymphologie prĂ€sentiert. Zu den Themen gehörten die Rolle von Lebensstil und Bewegung bei der Behandlung von Ădemen, Fortschritte in der lymphatischen Mikrochirurgie sowie VersorgungsansĂ€tze in ressourcenarmen Umgebungen. Auch neue diagnostische Verfahren wie Bioelektrische Impedanzanalyse und Lymphografie wurden vorgestellt. Besonders erfreulich: Junge Wissenschaftler:innen steuerten vielversprechende Studien bei und verdeutlichten damit die wachsende Innovationskraft in diesem Fachgebiet.
Patientenzentrierung als Leitprinzip
Die Bedeutung patientenzentrierter Versorgung zog sich als ĂŒbergeordnetes Thema durch das gesamte Programm. Neben medizinischen Aspekten wurden die Förderung von Selbstmanagement, psychosoziale UnterstĂŒtzung sowie Strategien zur Verbesserung der AdhĂ€renz bei der medizinischen Kompressionstherapie diskutiert. Die Einbindung von Patientenperspektiven stellte sicher, dass klinische und wissenschaftliche Entwicklungen konsequent an den BedĂŒrfnissen sowie PrioritĂ€ten der Betroffenen ausgerichtet bleiben.
Ausblick: Von der Evidenz in die Umsetzung
"Das COMPAS Meeting ist ein zentraler Baustein zur StĂ€rkung globaler Expertennetzwerke und zur Förderung evidenzbasierter Standards in der nachhaltigen Weiterentwicklung der Lymphödemversorgung", betont Nikolas Zwarg, Global Business Development Manager Compression bei medi, der die Veranstaltung 2025 ins Leben gerufen hat. "Der Austausch zwischen Wissenschaft, klinischer Praxis und Industrie ist ein entscheidender Faktor, um die Versorgung von Menschen mit lymphologischen Erkrankungen weltweit nachhaltig zu verbessern. Wir freuen uns, durch unser Engagement beim COMPAS Meeting einen Beitrag zur Entwicklung evidenzbasierter Behandlungsempfehlungen leisten zu können. In der nĂ€chsten Phase liegt der Schwerpunkt darauf, Konsensempfehlungen final auszuarbeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische klinische Behandlungen zu ĂŒberfĂŒhren, die Umsetzung in unterschiedlichen Gesundheitssystemen zu stĂ€rken sowie das globale Engagement weiter auszubauen. Dazu trifft sich die internationale Fachgemeinschaft erneut vom 28. bis 31. Oktober 2026 zur 13. International Lymphoedema Framework Conference in Rom, Italien."
(1) APAC = Asia-Pacific: Asien, Australien, Indien
Surftipps:
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