CrossOver, ARM64

CrossOver ARM64: Abschied von Apples Rosetta 2 beginnt

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 23:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CodeWeavers präsentiert erste ARM64-Vorschau von CrossOver für Apple Silicon. Die Software löst sich von Rosetta 2 und zeigt in Tests noch Optimierungsbedarf.

CrossOver 27: Native ARM64-Vorschau für Apple Silicon veröffentlicht
Ein modernes MacBook auf einem minimalistischen Schreibtisch, das Apple-Silicon-Hardware und native Softwareentwicklung repräsentiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

CodeWeavers hat die erste Vorschauversion von CrossOver mit nativer ARM64-Unterstützung für Apple Silicon veröffentlicht. Der Schritt markiert das Ende der Abhängigkeit von Apples Rosetta-2-Übersetzungsschicht und bereitet Nutzer auf die Zukunft der Windows-Kompatibilität auf dem Mac vor.

Der Abschied von Rosetta 2

Bislang setzt die stabile Version von CrossOver auf Rosetta 2, um Windows-Software auf Mac-Computern auszuführen. Doch Apple will die Unterstützung für die Übersetzungsschicht nach dem Erscheinen von macOS 27 – intern unter dem Codenamen „Golden Gate" bekannt – einstellen. Die Entwickler reagieren nun mit der Umstellung auf native ARM64-Integration.

CrossOver 27, das für Anfang 2027 erwartet wird, soll ausschließlich Apple Silicon unterstützen. Das bedeutet: Besitzer älterer Intel-Macs gehen künftig leer aus, ebenso wie Nutzer von 32-Bit-„Bottles" (Anwendungscontainern). Für die darauffolgende Version 28 kündigt CodeWeavers den Einsatz von FEX-Emulation an – eine Technologie, die bereits auf dem Steam Deck zum Einsatz kommt.

Die aktuelle ARM64-Vorschau hat allerdings noch mit einigen Einschränkungen zu kämpfen. Tester berichten, dass viele Game-Launcher derzeit nicht funktionieren und die D3DMetal-Unterstützung fehlt. Auch lassen sich bestehende Anwendungs-Bottles nicht automatisch in das neue native Format konvertieren.

Leistungstests: Hitze und Effizienz

Erste Tests der nativen ARM64-Vorschau auf dem M5 MacBook Air zeigen gemischte Ergebnisse. Bei speziellen Benchmarks mit Software wie Dota 2 lief die native ARM-Version rund 16 Grad Celsius heißer als die per Intel-Übersetzung ausgeführte Variante. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass hier noch Optimierungsbedarf besteht.

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Im Bereich der Produktivitätsanwendungen schneiden die Apple-Geräte dagegen stark ab: Anfang August 2026 verglichen Leistungstests das M5 MacBook Air und das MacBook Neo mit A18-Pro-chip gegen Windows-Konkurrenten. Die Apple-Silicon-Geräte öffneten ein 500-seitiges Word-Dokument in sieben Sekunden. Der Surface Laptop mit Snapdragon X2 Plus und das Dell XPS 13 mit Intel Core 5 320 benötigten für dieselbe Aufgabe zwölf Sekunden.

Spannend wird es beim Blick auf die Energieeffizienz: Im zweistündigen Batterietest verbrauchte der Surface Laptop nur 16 Prozent seiner Ladung, während das MacBook Air auf 24 Prozent kam. Microsoft hat zudem Performance-Engpässe bei WebView2 eingeräumt und will bis Ende 2026 Optimierungen nachreichen.

Ökosystem im Wandel

Die Umstellung auf native ARM64 fällt in eine Zeit dynamischer Entwicklungen im Bereich der plattformübergreifenden Software. Anfang August 2026 veröffentlichte das Wails-Projekt Version 3.0.0-beta.0 mit stabilen Desktop-APIs und Unterstützung für macOS-Binaries in Intel-, Apple-Silicon- und Universal-Formaten. Parallel dazu haben unabhängige Entwickler Kakehashi vorgestellt – einen experimentellen Userspace, der macOS-Binaries auf Linux-ARM-Systemen ausführen soll. Das Projekt befindet sich allerdings noch in einem frühen, instabilen Proof-of-Concept-Stadium.

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Apple hält derweil an der Systemstabilität fest. In der Woche bis zum 2. August 2026 veröffentlichte das Unternehmen Sicherheitsupdates für macOS 14.8.8, 15.7.8 und Tahoe 26.6. Die Updates schlossen mehr als 100 Schwachstellen und enthielten Optimierungen für den Tahoe-Spotlight-Index, um den Weg für macOS 27 zu ebnen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Tahoe 26.6 eines der letzten großen Updates für Intel-Macs sein dürfte – auch wenn diese weiterhin Sicherheitskorrekturen erhalten.

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