Cyber AI Cluster: 42 Millionen Euro für KI-gestützte Cybersicherheit
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 15:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas European Cybersecurity Competence Centre in Brüssel hat am 29. Oktober 2026 das sogenannte Cyber AI Cluster vorgestellt. Die neue Initiative führt drei großangelegte Vorhaben aus dem europäischen Förderprogramm Horizon Europe zusammen. Das Gesamtvolumen der Initiative beläuft sich auf ca. 42 Mio. Euro.
An dem länderübergreifenden Verbund sind über 70 Partner aus 14 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie dem Vereinigten Königreich beteiligt. Die Vorhaben sind offiziell am 1. Oktober 2026 angelaufen und weisen eine geplante Laufzeit von 36 Monaten auf.
Drei Säulen für automatisierte Erkennung und Bedrohungsanalyse
Inhaltlich stützt sich das Cyber AI Cluster auf drei koordinierte Projekte, die unterschiedliche Schwerpunkte im Bereich moderner Sicherheitstechnologien abdecken:
Das Projekt AICYROS, koordiniert von der spanischen Universität Murcia, konzentriert sich auf die Entwicklung autonomer Systeme. Die Wissenschaftler forschen hierbei an Verfahren zur automatisierten Detektion von Angriffen, an Incident-Response-Mechanismen sowie an Ansätzen für Compliance-as-Code, um die Einhaltung regulatorischer und betrieblicher Sicherheitsvorgaben automatisiert abzubilden.
Einen anderen Schwerpunkt verfolgt das Projekt AIGENTIC unter Führung der Universität Piräus. Dieses Vorhaben widmet sich der Erforschung und Implementierung kontrollierbarer Agenten auf Basis generativer künstlicher Intelligenz. Diese KI-Agenten sollen künftig im Bereich Threat Intelligence zum Einsatz kommen, um Bedrohungsdaten auszuwerten und Sicherheitsanalysten fundierte Lagebilder zur Verfügung zu stellen.
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Das dritte Vorhaben im Cluster, GENESIS-AI, steht unter der Leitung der Universität Zagreb. Gegenstand der Arbeiten sind selbstverbessernde Systeme, die speziell auf den Schutz kritischer Infrastrukturen ausgerichtet werden. Das Konsortium stützt sich dabei auf eine enge Verzahnung mit der Industrie; als Partner an dem Projekt wirken unter anderem die Technologiekonzerne Siemens, Airbus und Bosch mit.
Anbindung an den EU-Aktionsplan für digitale Souveränität
Mit der Bündelung der drei Projekte reagiert das European Cybersecurity Competence Centre auf Vorgaben der europäischen Sicherheitspolitik. Das Cluster knüpft direkt an den im Juli 2026 verabschiedeten EU Action Plan on Cybersecurity and AI an.
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Um Synergien zu heben und die Entwicklungen in regulatorische Rahmenwerke einzubetten, kooperiert das Zentrum bei der Umsetzung des Clusters eng mit der Europäischen Agentur für Cybersicherheit sowie der Europäischen Kommission.
Ziel dieser institutionellen und industriellen Zusammenarbeit ist es, die europäische Souveränität im Bereich KI-gestützter Cybersicherheitstechnologien auszubauen und Abhängigkeiten von Systemen aus Drittstaaten zu reduzieren.
