Cyberangriff Iran: Hackergruppe legt vier Staatsbanken lahm
14.06.2026 - 14:18:53 | boerse-global.de
Hacker legen vier Staatsbanken lahm – Zahlungsverkehr im ganzen Land gestört.
Ein koordinierter Cyberangriff hat am heutigen Sonntag das iranische Finanzsystem erschüttert. Mindestens vier große Staatsbanken wurden getroffen, darunter die Bank Melli Iran, die Bank Tejarat, die Bank Saderat Iran und die Export Development Bank of Iran. Die Angreifer legten die gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur lahm – mit verheerenden Folgen für den gesamten Zahlungsverkehr.
Von Teheran bis zur Tankstelle: Der Alltag stand still
Anzeige: Der koordinierte Angriff auf vier iranische Staatsbanken zeigt: Auch Ihre Finanzinfrastruktur ist Ziel. Sichern Sie sich jetzt den Report mit Checkliste und Schutzmaßnahmen für kritische Systeme. Notfallplan jetzt anfordern
Die Auswirkungen waren noch am selben Tag im ganzen Land spürbar. In der Hauptstadt Teheran fielen mobile und Online-Banking-Plattformen aus. Auch Geldautomaten und Kartenzahlungsterminals in Supermärkten, Restaurants und an Tankstellen waren zeitweise nicht nutzbar. Besonders hart traf es Einzelhändler, die auf elektronische Zahlungen angewiesen sind.
Die iranischen Behörden betonten, dass die Angreifer zwar die Infrastruktur, nicht aber Kundendaten kompromittiert hätten. Ein kleiner Trost für die vielen betroffenen Bürger, die am Wochenende plötzlich ohne Bargeld dastanden.
Wer steckt dahinter?
Eine Hackergruppe mit dem Namen „Black Wolves“ bekannte sich zu der Aktion. Die Gruppe hatte bereits im Vorfeld angekündigt, den Finanzsektor ins Visier nehmen zu wollen. Die genauen Hintergründe und mögliche politische Motive bleiben vorerst unklar.
Die technischen Teams arbeiteten sofort an der Wiederherstellung der Systeme. Der Koordinierungsrat der Banken meldete am Abend, dass die meisten Störungen behoben seien und der Zahlungsverkehr wieder anlaufe.
Entschädigung für betroffene Händler
Die iranische Zentralbank reagierte umgehend: Sie ordnete an, dass Geschäfte, die durch den Ausfall Verluste erlitten hatten, entschädigt werden. Ein ungewöhnlicher Schritt, der zeigt, wie schwerwiegend die wirtschaftlichen Folgen des Angriffs eingeschätzt werden.
Anzeige: Wirtschaftliche Verluste durch Systemausfälle – wie der Iran-Angriff zeigt, können Hacker den Zahlungsverkehr lahmlegen. Unser Whitepaper zeigt, wie Sie Ihre kritische Infrastruktur gegen koordinierte Attacken wappnen. Schutz kritischer Infrastruktur sichern
Teil einer besorgniserregenden Serie
Der heutige Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Cyberattacken auf den Iran. Bereits 2022 gab es einen schweren Angriff auf die Zentralbank. Anfang 2024 traf es die Bank Sepah, die Bank Pasargad und die Bank Mellat. Die Attacke auf die vier Staatsbanken ist jedoch die bislang koordinierteste und flächendeckendste Störung des iranischen Finanzsystems.
Erste Hinweise auf die Störungen gab es bereits am Samstag. Doch erst heute bestätigten offizielle Stellen das volle Ausmaß des Angriffs. Die Wiederherstellungsarbeiten laufen auf Hochtouren – doch das Misstrauen in die Sicherheit des Systems bleibt.
