Cyberangriffe: IdentitÀtsdiebstÀhle um 160 Prozent gestiegen
28.06.2026 - 04:45:23 | boerse-global.de
Immer mehr Unternehmen und Privatnutzer setzen deshalb auf moderne Ăberwachungslösungen fĂŒr ihre Netzwerke. Aktuelle Apps zur GerĂ€teverwaltung und neue Sicherheitsrichtlinien sollen helfen, unbefugte Zugriffe in Echtzeit zu erkennen und zu stoppen.
Hintergrund ist eine dramatische Zunahme von IdentitĂ€tsdiebstĂ€hlen. Hinzu kommen anhaltende SicherheitslĂŒcken in weit verbreiteter Software.
Automatisierte Blockierung unbekannter GerÀte
Moderne Netzwerk-Apps bieten eine detaillierte Kontrolle aller verbundenen GerĂ€te. Mit spezialisierten Anwendungen wie Hi FPT rufen Nutzer eine Ăbersicht aktiver Hardware ab und unterbrechen verdĂ€chtige Verbindungen mit wenigen Klicks.
Unbekannte EndgerĂ€te lassen sich direkt in der VerwaltungsoberflĂ€che auswĂ€hlen und dauerhaft vom Internetzugang ausschlieĂen.
Parallel setzen Branchenlösungen verstĂ€rkt auf automatisierte Zugriffsrichtlinien. Die Steuerung ĂŒber MAC-Adressen erlaubt es, den Netzwerkzugriff basierend auf der Hardware-IdentitĂ€t zu regeln. Das System blockiert automatisch, erzwingt Logins oder definiert Ausnahmeregelungen.
Die MaĂnahmen sind eine Reaktion auf alarmierende Zahlen: Der Diebstahl von Zugangsdaten ist im vergangenen Jahr um 160 Prozent gestiegen.
Menschliches Fehlverhalten bleibt gröĂte Schwachstelle
Die Zahl der IdentitĂ€tsdiebstĂ€hle ist um 160 Prozent gestiegen. Mit der richtigen Checkliste schĂŒtzen Sie Ihr Smartphone in vier Schritten. Jetzt kostenlosen Schutz-Report anfordern
Trotz besserer Technik bleibt der Faktor Mensch das zentrale Sicherheitsrisiko. IT-Experte Daniel Schnebel betont in einer aktuellen Analyse: HĂ€ufige Fehler wie schwache oder mehrfach verwendete Passwörter sowie unkritisches Anklicken von Links ebnen Angreifern den Weg. Besonders Social Engineering stelle eine groĂe Gefahr dar.
Um sich gegen Ransomware und Datenklau zu wappnen, empfehlen Experten eine Kombination aus organisatorischen und technischen MaĂnahmen:
- Konsequente Nutzung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
- Einsatz von Passwort-Tresoren fĂŒr komplexe Kennwörter
- Zeitnahe Installation von Sicherheitsupdates â idealerweise innerhalb von 14 Tagen fĂŒr kritische Patches
- RegelmĂ€Ăige Backups und VerschlĂŒsselung mobiler EndgerĂ€te
Wie wichtig diese Vorkehrungen sind, zeigt die Praxis: Rund 32 Prozent der Organisationen bestehen SicherheitsprĂŒfungen fĂŒr Standards wie Cyber Essentials Plus im ersten Anlauf nicht.
Betriebssysteme beschleunigen Sicherheitsupdates
Auch die groĂen Softwarehersteller reagieren auf die verschĂ€rfte Bedrohungslage. Google hat im jĂŒngsten Sicherheitsupdate fĂŒr Android 124 Schwachstellen geschlossen. Darunter die kritische LĂŒcke CVE-2025-48595, die bereits aktiv fĂŒr Angriffe ausgenutzt wurde.
Schwache Passwörter und Social Engineering öffnen Angreifern TĂŒr und Tor. Erfahren Sie, wie Sie mit MFA und Passwort-Tresor Ihre Daten sichern. MFA- und Passwort-Guide jetzt sichern
Gleichzeitig verbreitet sich neue Malware. NFCShare liest gezielt Kreditkartendaten ĂŒber die Nahfeldkommunikation aus. Die Ransomware DroidLock sperrt GerĂ€te und Ă€ndert PIN-Codes.
Apple testet derweil in aktuellen Beta-Versionen von iOS und macOS ein neues Verfahren fĂŒr Hintergrund-Sicherheitsverbesserungen. Separate Updates fĂŒr Kernkomponenten wie Safari und WebKit sollen unabhĂ€ngig von groĂen Systemaktualisierungen installiert werden können. Damit reagiert das Unternehmen auf die Notwendigkeit, neu entdeckte Schwachstellen schneller zu schlieĂen â ohne Nutzer zu zeitaufwendigen Komplett-Updates zu zwingen.
