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Dark Factories: KT investiert 3,69 Mrd. Dollar in Physical AI

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 02:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KT, KAIST und Dime Research entwickeln fünf Jahre lang Physical AI für autonome Fabriken und planen dafür Milliardeninvestitionen in KI-Kapazitäten.

KT entwickelt mit KAIST autonome KI für vollautomatisierte Fabriken
Eine weitläufige, unbeleuchtete Industriehalle mit automatisierten Fertigungsanlagen und Roboterarmen in einer automatisierten Fabrik. Illustration mit AI erstellt.

Das südkoreanische Telekommunikationsunternehmen KT hat eine weitreichende Kooperation mit dem Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) sowie dem Unternehmen Dime Research vereinbart.

Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung und Kommerzialisierung physikalischer Künstlicher Intelligenz (Physical AI) für den Einsatz in sogenannten „Dark Factories“. Dabei handelt es sich um Produktionsstätten, die aufgrund ihres hohen Automatisierungsgrades ohne menschliche Anwesenheit und Beleuchtung betrieben werden können.

Forschungsrahmen und staatliche Förderung

Die Partner haben für dieses Vorhaben eine Absichtserklärung (MOU) unterzeichnet. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt und findet im Rahmen eines staatlich geförderten Forschungs- und Entwicklungsprogramms statt.

Wie aus Berichten vom 8. September 2026 hervorgeht, wird das Projekt durch das Programm „2026 Collaborative Intelligence Physical AI SW Platform R&D“ unterstützt, welches unter der Schirmherrschaft des südkoreanischen Ministeriums für Wissenschaft und ICT (MSIT) steht.

Ziel des Programms ist es, eine technologische Basis für kollaborative Intelligenz in der Industrie zu schaffen. In diesem Zusammenhang konzentrieren sich die beteiligten Partner darauf, Software-Plattformen zu entwickeln, die physische Arbeitsprozesse durch den Einsatz von KI-Systemen autonom steuern und optimieren können.

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Technologische Rollenverteilung und Infrastruktur

In der Zusammenarbeit übernimmt KT die Rolle des Infrastrukturbereitstellers. Das Unternehmen plant, eine integrierte Betriebsplattform aufzubauen, die Edge-KI-Technologien und Netzwerke mit extrem niedrigen Latenzzeiten nutzt. Diese technologische Basis ist erforderlich, um die Kommunikation zwischen den Steuerungssystemen und den Maschinen in Echtzeit zu gewährleisten.

KAIST und Dime Research steuern ihre Expertise im Bereich der Robotik bei. Sie sind innerhalb des Projekts für die Entwicklung der Fertigungsautonomie verantwortlich. Diese soll es der Dark-Factory-Plattform ermöglichen, komplexe Produktionsschritte eigenständig und ohne manuelle Eingriffe durchzuführen.

Um die Zuverlässigkeit dieser neuen Technologien sicherzustellen, sieht die Kooperation den Aufbau von speziellen Testumgebungen (Testbeds) vor, in denen die Systeme vor einer Markteinführung validiert werden können.

Investitionen in Milliardenhöhe für KI-Kapazitäten

Flankierend zu der technologischen Entwicklung hat KT umfangreiche Investitionen in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur angekündigt. Das Unternehmen plant laut Berichten, über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 5 Billionen Won (3,69 Milliarden US-Dollar) bereitzustellen. Ein zentraler Bestandteil dieser Investitionsstrategie ist der Aufbau einer KI-Rechenzentrumskapazität von insgesamt 1 Gigawatt (GW).

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Diese Investitionen dienen dazu, die notwendige Rechenleistung für großflächige Physical-AI-Anwendungen bereitzustellen. KT verfolgt mit der Dark-Factory-Plattform eine internationale Strategie und zielt darauf ab, die gemeinsam mit KAIST und Dime Research entwickelten Lösungen global zu expandieren. Damit reagieren die Partner auf den weltweit steigenden Bedarf an hocheffizienten und vollständig automatisierten Produktionsumgebungen im Industriesektor.

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