Bildung, Energie

Stark-Watzinger kann GEG-Folgen fĂŒr Hochschulen nicht abschĂ€tzen

26.06.2023 - 11:37:26

Das Bundesbildungsministerium kann die Auswirkungen des geplanten GebÀudeenergiegesetzes (GEG) auf Hochschulen und Forschungseinrichtungen nicht abschÀtzen.

Das zeigt die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Unionsfraktion, ĂŒber die der "Tagesspiegel" berichtet. Bei der Beantwortung des Katalogs mit 90 Fragen verweist Mario Brandenburg (FDP), parlamentarischer StaatssekretĂ€r im Forschungsministerium, immer wieder nur auf seine Vorbemerkung: Darin heißt es, fĂŒr Bildung und Wissenschaft seien "ganz ĂŒberwiegend" die LĂ€nder zustĂ€ndig.

Die Bundesregierung kenne daher weder den GebĂ€udebestand im Detail noch dessen heizungstechnische Ausstattung. Daher sei es der Bundesregierung auch nicht möglich, den Investitionsbedarf abzuschĂ€tzen, der sich aus dem GEG ergibt. Gleichzeitig macht Brandenburg deutlich, dass vom Bund keine zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung zu erwarten ist: "Bei BundeszustĂ€ndigkeit mĂŒssen alle Sanierungen aus den geltenden Etats erbracht werden." "Auch dieser Vorgang zeigt, dass Wissenschaft und Forschung in dieser Legislaturperiode am Kabinettstisch keine Stimme haben", sagte Thomas Jarzombek, forschungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Ministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) habe im Kabinett einem Gesetz zugestimmt, "ohne die erheblichen Konsequenzen fĂŒr ihren GeschĂ€ftsbereich qualitativ und quantitativ zu kennen" oder die finanziellen Auswirkungen abzuschĂ€tzen. Sie delegiere die Verantwortung ungeprĂŒft auf die Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie die LĂ€nder. Gefragt hatte die Unionsfraktion nach Hochschulen, Studentenwohnheimen, Mensen, außeruniversitĂ€ren Forschungseinrichtungen, der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und gemeinnĂŒtzigen Forschungseinrichtungen. FĂŒr jeden der Bereiche wollte sie zum Beispiel in Erfahrung bringen, wie viele GebĂ€ude es im entsprechenden Bereich gibt und wie viele davon mit WĂ€rmepumpen, FernwĂ€rme, Hybridheizung und wasserstofffĂ€higer Heizung beheizt werden. Auch fragte die Union jeweils danach, in wie vielen GebĂ€uden in den kommenden zwei Jahren ein Austausch von Heizungen fĂ€llig sein könnte, welche weiteren Investitionen notwendig sein könnten und ob vom Bund UnterstĂŒtzung vorgesehen sei. Die Anfrage wurde gestellt, bevor sich die Ampelkoalition nach einem heftigen Streit auf deutliche Änderungen beim GEG geeinigt hat.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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