Datenleck bei Tata: 630 GB iPhone-18-Pro-Designs geleakt
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 01:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei Tata Electronics, einem wichtigen Fertigungspartner von Apple in Indien, ist ein Datenleck aufgetaucht, das weit über das übliche Ausmaß hinausgeht. Hacker erbeuteten laut übereinstimmenden Berichten 630 Gigabyte an Daten, darunter Logic-Board-Designs des noch unveröffentlichten iPhone 18 Pro sowie Datenblätter zum kommenden A20-Pro-Chip. Über 200.000 Dateien wurden inzwischen im Darknet veröffentlicht.
Umfang des Lecks
Zu den geleakten Dokumenten zählen die Hauptplatinen-Schematics der Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max mit den internen Bezeichnungen V63 und V43, erstellt mit der Software Siemens NX. Ebenfalls enthalten sind das Datenblatt des A20-Pro-Chips unter dem Codenamen Borneo sowie Unterlagen zum C2-Modemchip mit dem Codenamen Ganymede.
Auch eine Erwähnung eines faltbaren iPhone mit der internen Kennung V68 findet sich in den Dokumenten. Weitere geleakte Materialien betreffen Bauteile, Batterie, Kamerakomponenten, Chip-Zulieferer sowie vertrauliche Drop-Test-Bilder zu den Pro-Modellen. Auf einigen der Aufnahmen sind laut Berichten das Drei-Kamera-Layout und das Apple-Logo des iPhone 18 Pro erkennbar.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Angreifer offenbar auch iPhone-17-Pro-Dateien veröffentlichten – vermutlich als Demonstration ihrer Macht und um Druck aufzubauen. Neben Apple-Bezug finden sich in den Leaks auch Unterlagen zu Tesla, darunter Zeichnungen des Tesla Model 3 Highland sowie Details zu Tesla-Ladegeräten.
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Täter und Reaktion
Zu dem Angriff bekannte sich die Ransomware-Gruppe World Leaks, die als Nachfolger der Gruppierung Hunters International gilt. Tata Electronics bestätigt den Vorfall am 22. Juni und teilte mit, der Betrieb sei nicht beeinträchtigt worden; das Unternehmen habe zusätzliche Zugriffsbeschränkungen eingeführt.
Ein Teil der über 200.000 veröffentlichten Dateien ist als Geschäftsgeheimnis markiert, und Tata hat eine Reaktion auf den Vorfall eingeleitet. Apple selbst untersucht den Vorfall.
Technische Details zu iPhone 18 Pro und A20 Pro
Die geleakten internen Dokumente liefern auch inhaltliche Details zur kommenden Produktgeneration. So soll ein Sony-Bildsensor mit der Bezeichnung IMX905 mit variabler Blende ausschließlich dem iPhone 18 Pro Max vorbehalten sein, während das reguläre iPhone 18 Pro bei der festen Blende von f/1.78 bleibt, die bereits seit dem iPhone 14 Pro verwendet wird. Für das Pro Max wird zudem ein sechsfacher optischer Zoom gemunkelt.
Beim A20-Pro-Chip, der laut Leak in 2-nm-Fertigung bei TSMC mit GAA-Transistoren hergestellt wird, sollen gegenüber dem A19 Pro ein Leistungsplus von 18 Prozent sowie eine um 30 Prozent verbesserte Energieeffizienz möglich sein. Dieser technologische Fortschritt hat allerdings seinen Preis: Der A20-Pro-Chip soll Apple demnach fast 280 US-Dollar pro Einheit kosten – rund 80 Prozent mehr als der A19-Chip.
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In der Folge könnte die iPhone-18-Pro-Serie um 250 bis 300 US-Dollar teurer werden als ihre Vorgänger. Nach Einschätzung von Branchenbeobachtern könnte die Materialkostenrechnung (Bill of Materials) um bis zu 40 Prozent steigen, was einen möglichen Startpreis des iPhone 18 Pro von 1.399 US-Dollar zur Folge haben könnte.
Der Vorfall bei Tata Electronics reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Sicherheitsvorfällen bei Zulieferern großer Technologiekonzerne ein und zeigt, wie sensibel die Lieferketten für unveröffentlichte Produktdaten geworden sind.
