Deepdrive, Autobauer

Deepdrive: 8 der 10 größten Autobauer arbeiten mit dem Start-up

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Münchner Start-up arbeitet mit acht der zehn größten Autobauer und entwickelt mit Continental integrierte Radmodule.
Ein moderner, minimalistischer Industrieraum mit einem unbenutzten Roboterarm in einer hellen Werkshalle. Illustration mit AI erstellt.

Das Münchener Start-up Deepdrive treibt die Weiterentwicklung elektrischer Antriebe voran. Das Unternehmen entwickelt hocheffiziente Doppelrotor-Radialfluss-Motoren und Generatoren, die neben Elektrofahrzeugen künftig auch in Robotern zum Einsatz kommen sollen. Durch einen reduzierten Materialeinsatz soll das Konzept eine höhere Reichweite und Leistung ermöglichen, wie Medienberichte zeigen.

Der patentierte Dual-Rotor-Radialflussmotor des in Garching bei München ansässigen Entwicklers soll nach Unternehmensangaben bis zu 20% mehr Reichweite bei deutlich geringeren Kosten bieten.

Andreas Viehmann, Professor für Antriebstechnik an der Technischen Universität Darmstadt, hob die Signalwirkung der Technologie hervor: Ein deutsches Unternehmen zeige hier, dass der Elektromotor keineswegs fertig erfunden sei und Innovationen weiterhin möglich blieben.

Serienstart und Markteintritt in der Automobilindustrie

Deepdrive plant den Serienstart des Dual-Rotor-Motors für das Jahr 2026. Das Start-up hat dabei bereits erste Meilensteine im Markt erreicht: Ein erster Automobilhersteller hat das Unternehmen bereits zum Zulieferer auserkoren. Insgesamt arbeitet Deepdrive mit 8 der 10 größten Automobilhersteller zusammen.

Ein breiteres Potenzial für den Massenmarkt wird laut Berichten ab dem Jahr 2030 gesehen. Finanziell wird der Entwickler von namhaften Geldgebern unterstützt; zu den Investoren gehören BMW i Ventures, UVC Partners sowie Bayern Kapital.

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Kooperation mit Continental für integrierte Radnabenmodule

Parallel zur Motorenentwicklung arbeitet Deepdrive mit dem Automobilzulieferer Continental an einer kombinierten Einheit aus Antrieb und Bremse, die direkt am Rad montiert wird. Als erster Schritt der Zusammenarbeit ist die Integration einer herkömmlichen hydraulischen Bremse vorgesehen. Auf lange Sicht sind trockenlaufende Bremssysteme geplant, die vollständig ohne Hydraulikflüssigkeit auskommen.

Das übergeordnete Ziel der Partnerschaft besteht in der Entwicklung eines sogenannten Corner-Moduls, das neben dem Antrieb auch Chassis-Komponenten wie etwa eine Luftfederung beinhaltet. Die Kooperation wurde von Continentals konzerneigener Beteiligungseinheit co-pace initiiert, die sich zuvor bereits an der Series-A-Finanzierungsrunde von Deepdrive beteiligt hatte.

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Die Kombination aus kompaktem Doppelrotor-Design und integrierten Fahrwerkskomponenten unterstreicht die Bestrebungen, kompakte und effiziente Antriebseinheiten für moderne Mobilitäts- und Automatisierungslösungen bereitzustellen.

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