Demenz-PrÀvention: WHO belegt 45 Prozent vermeidbares Risiko
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 00:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Weltweit sind rund 57 Millionen Menschen betroffen, jĂ€hrlich kommen fast 10 Millionen Neudiagnosen hinzu. Die Analyse der aktuellen Datenlage zeigt: Ein signifikanter Anteil der ErkrankungsfĂ€lle lieĂe sich durch gezielte Anpassungen des Lebensstils vermeiden oder zumindest verzögern.
Bis zu 45 Prozent des Risikos sind beeinflussbar
Die am 15. und 16. Juli 2026 vorgestellten Richtlinien betonen: Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos gehen auf beeinflussbare Faktoren zurĂŒck. Das unterstreicht die Bedeutung frĂŒhzeitiger Interventionen. Zu den zentralen Risikofaktoren zĂ€hlen Rauchen, ĂŒbermĂ€Ăiger Alkoholkonsum, körperliche InaktivitĂ€t und soziale Isolation.
Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm: Branchenexperten beziffern die jÀhrlichen globalen Kosten auf rund 1.134 Milliarden Euro.
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Bewegung und geistige Fitness als SchlĂŒssel
Die WHO empfiehlt in der zweiten Auflage der Leitlinien eine Kombination aus physischer und mentaler AktivitĂ€t. RegelmĂ€Ăige Bewegung und gesunde ErnĂ€hrung bilden das Fundament. Besonders wichtig: kognitive Stimulation. AktivitĂ€ten wie Lesen, Spiele und soziale Kontakte gelten als förderlich, um den geistigen Verfall zu bremsen.
Neu im Katalog: MaĂnahmen zur Verbesserung der LuftqualitĂ€t und die konsequente Nutzung von HörgerĂ€ten bei Hörverlust. Letzterer gilt als Risikofaktor fĂŒr den Abbau geistiger FĂ€higkeiten, da er die soziale Teilhabe einschrĂ€nkt.
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Supplemente? Lieber nicht
Ein wesentlicher Teil der PrĂ€vention besteht in der konsequenten Behandlung chronischer Grunderkrankungen. Dazu zĂ€hlen Bluthochdruck, Diabetes, Ăbergewicht und Fettstoffwechselstörungen. Auch Schlafstörungen und Depressionen sollten adressiert werden.
Bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln bleibt die WHO strikt: Die Einnahme von Vitamin B oder E, Omega-3-FettsĂ€uren oder Multivitamin-PrĂ€paraten wird nicht empfohlen â es sei denn, ein klinisch nachgewiesener Mangel liegt vor. Die Evidenz zeige keinen prĂ€ventiven Nutzen fĂŒr die Allgemeinheit. Stattdessen solle der Fokus auf ausgewogener ErnĂ€hrung und der Kontrolle physiologischer Risikofaktoren liegen.
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