DemenzprÀvention, Shingrix-Impfung

DemenzprÀvention: Shingrix-Impfung senkt Risiko um 24 Prozent

28.06.2026 - 22:26:03 | boerse-global.de

Forschung belegt: Vermiedene Zahnarztbesuche erhöhen Risiko fĂŒr Herzinfarkt und Demenz. Neue PrĂ€ventionsansĂ€tze vorgestellt.

Zahnpflege und Demenz: Neue Studien zu PrÀvention und Risiken
DemenzprĂ€vention - Eine Nahaufnahme zeigt eine Ă€ltere Hand, die eine ZahnbĂŒrste hĂ€lt und sanft ZĂ€hne putzt, mit einem verschwommenen Hintergrund einer Zahnklinik. 28.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: Wer Zahnarztbesuche aus KostengrĂŒnden vermeidet, riskiert Herzinfarkt und Demenz.

Finanzielle HĂŒrden gefĂ€hrden die Gesundheit

Eine US-Studie der NIH-"All of Us"-Kohorte mit ĂŒber 90.000 Teilnehmenden ab 55 Jahren liefert klare Zahlen. Veröffentlicht im Juni 2026 in The Journals of Gerontology, belegt die Untersuchung: Wer notwendige Zahnbehandlungen aus Geldmangel aufschiebt, hat ein deutlich höheres Risiko fĂŒr Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz.

Die Forscher um Velez et al. schĂ€tzen: 2 bis 4 Prozent dieser Erkrankungen ließen sich vermeiden, wenn finanzielle Barrieren fĂŒr den Zahnarztbesuch wegfallen wĂŒrden. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung sozialer und ökonomischer Rahmenbedingungen fĂŒr die langfristige Gesundheit.

Neue Wirkstoffe gegen Parodontitis-Erreger

Parallel zu diesen Erkenntnissen gibt es Fortschritte in der biotechnologischen Zahnpflege. Das Fraunhofer-IZI-Spin-off PerioTrap brachte eine Zahnpasta und ein Pflege-Gel auf den Markt, die auf Forschungsergebnissen aus dem Jahr 2018 basieren.

Der Wirkstoff Guanidinoethylbenzylamino Imidazopyridine Acetat blockiert gezielt den Parodontitis-Erreger Porphyromonas gingivalis – ohne die gesunde Mundflora anzugreifen. Chronische EntzĂŒndungen im Mundraum gelten als Mitverursacher systemischer EntzĂŒndungsprozesse im Körper. Die gezielte UnterdrĂŒckung pathogener Keime ist daher ein prĂ€ventiver Ansatz, der ĂŒber die reine Kariesprophylaxe hinausgeht.

Impfstoffe und Medikamente als Schutzfaktoren

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Die Shingrix-Impfung senkt Ihr Demenzrisiko um 24 Prozent – das belegt eine aktuelle Studie der Brown University. Doch es gibt noch mehr wissenschaftlich belegte Schutzfaktoren. Erhalten Sie die komplette Checkliste. Jetzt kostenlosen Demenz-Schutzplan anfordern

Die Forschung identifizierte im Juni 2026 weitere Risikofaktoren fĂŒr Demenz. Eine Untersuchung der Brown University mit ĂŒber 500.000 Teilnehmenden, veröffentlicht in Annals of Internal Medicine, ergab: Die Shingrix-Impfung gegen GĂŒrtelrose senkt das Demenzrisiko um 24 Prozent.

Auf dem EAN-Kongress 2026 in Genf prĂ€sentierten Forscher der UniversitĂ€t ZĂŒrich und der University of Liverpool Daten, wonach HörgerĂ€te bei Patienten mit Epilepsie und Hörverlust das Demenzrisiko um 23 Prozent reduzieren. Die ErklĂ€rung: Die Entlastung der kognitiven Reserven.

Auch in der Pharmakotherapie zeigen sich prÀventive Effekte:

  • SGLT2-Inhibitoren senken laut NIH-Daten das Alzheimer-Risiko bei Diabetikern um 43 Prozent.
  • GLP-1-Agonisten reduzieren dieses Risiko um 33 Prozent und verringern laut University of Pennsylvania das Brustkrebsrisiko um bis zu 35,1 Prozent.

ErnÀhrung als ergÀnzende SÀule

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HörgerĂ€te senken das Demenzrisiko um 23 Prozent – das zeigen Daten der UniversitĂ€t ZĂŒrich. Auch SGLT2-Hemmer und GLP-1-Agonisten schĂŒtzen Ihr Gehirn. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Maßnahmen fĂŒr Sie infrage kommen. Schutzfaktoren jetzt kostenlos herunterladen

Das Karolinska Institutet veröffentlichte 2026 eine Langzeitstudie in JAMA Network Open. FĂŒr die Untersuchung begleiteten Forscher 1.865 Erwachsene ĂŒber 15 Jahre. Das Ergebnis: Eine strikte Einhaltung entzĂŒndungshemmender DiĂ€ten – wie der mediterranen ErnĂ€hrung – korrelierte mit einem um 30 Prozent geringeren relativen Risiko fĂŒr Demenz bei Personen mit erhöhten Alzheimer-Biomarkern.

Die gesammelten Erkenntnisse weisen auf eine integrierte Vorsorgestrategie hin. Von verbesserter zahnmedizinischer Versorgung ĂŒber Impfungen bis zu gezielten medikamentösen Interventionen – in einer alternden Gesellschaft könnte dies die Belastung durch neurodegenerative Erkrankungen messbar reduzieren.

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