Demenzrisiko, Pflanzenbetonte

Demenzrisiko: Pflanzenbetonte ErnÀhrung senkt Gefahr um 30%

04.06.2026 - 19:39:33 | boerse-global.de

Leipziger Forscher belegen: Rauchen und Bewegungsmangel erhöhen bereits bei 20-JÀhrigen das Demenzrisiko. Pflanzenkost kann es senken.

Demenzrisiko: FrĂŒhe Faktoren bei jungen Erwachsenen erkennbar
Demenzrisiko - Menschen unterschiedlichen Alters bereiten gesunde Mahlzeiten zu, treiben Sport und lesen NĂ€hrwertangaben, symbolisierend gesunde Lebensphasen. 04.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Forscher der UniversitĂ€t Leipzig haben herausgefunden: Risikofaktoren fĂŒr Demenz sind bereits bei jungen Erwachsenen messbar.

Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Alzheimer's & Dementia, wertete Daten von rund 150.000 Teilnehmern der NAKO-Gesundheitsstudie aus. In der Altersgruppe der 20- bis 39-JÀhrigen erhöhen vor allem Rauchen, Bewegungsmangel und psychische Belastungen das Risiko.

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Bei Àlteren Probanden dominieren kardiovaskulÀre Risiken. MÀnner tragen laut der Studie insgesamt ein höheres Risiko. Bei Frauen korreliert zudem ein niedriger sozioökonomischer Status mit einer höheren GefÀhrdung.

Pflanzen essen, Risiko senken

ErgĂ€nzende Analysen aus dem FrĂŒhjahr 2026 zeigen: Eine pflanzenbetonte ErnĂ€hrung kann das Demenzrisiko um bis zu 30 Prozent senken. Besonders HĂŒlsenfrĂŒchte und Sojaprodukte scheinen dabei eine SchlĂŒsselrolle zu spielen.

Ab dem 30. Lebensjahr beginnt der natĂŒrliche Abbau von Muskelmasse. Ab 50 beschleunigt sich dieser Prozess. Die DiĂ€tologin Nicole Studeny empfiehlt daher eine Anpassung der ErnĂ€hrung an diese VerĂ€nderungen.

Timing ist alles

Nicht nur was wir essen, zĂ€hlt – auch wann. Eine Untersuchung mit ĂŒber 7.000 Erwachsenen zwischen 40 und 65 Jahren zeigt: Ein frĂŒhes FrĂŒhstĂŒck gegen 7:30 Uhr und eine nĂ€chtliche Essenspause von etwa 10,5 Stunden sind mit einem niedrigeren BMI verbunden. SpĂ€tes Essen hingegen treibt den BMI in die Höhe.

Die Studie erschien im International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity und erstreckte sich ĂŒber fĂŒnf Jahre.

Muskelkraft als Lebensversicherung

Im Alter wird die körperliche Kraft zum entscheidenden Faktor. Eine Langzeitstudie ĂŒber 8,3 Jahre mit ĂŒber 5.400 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren zeigt: Höhere Muskelkraft senkt die Sterblichkeit um 12 Prozent – unabhĂ€ngig von der allgemeinen AktivitĂ€t.

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Die Ergebnisse wurden in JAMA Network Open veröffentlicht.

Der italienische Krebsforscher Silvio Garattini empfiehlt das japanische Prinzip „Hara Hachi Bu“: Mahlzeiten nur bis zur 80-prozentigen SĂ€ttigung essen. Seine Formel fĂŒr hohe Lebenserwartung: kleine, abwechslungsreiche Portionen mediterraner Kost plus tĂ€glich fĂŒnf Kilometer zĂŒgiges Gehen.

Fitness schlÀgt Pillen

Der Ratgeber „Pathways to Longevity“ von Harvard Health Publishing, veröffentlicht Anfang Juni 2026, nennt die kardiorespiratorische Fitness als wichtigsten PrĂ€diktor fĂŒr Lebenserwartung. Empfohlen wird eine Mischung aus Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining plus mindestens 7.000 Schritte tĂ€glich.

Bei Medikamenten zur LebensverlĂ€ngerung bleibt die Forschung vorsichtig. FĂŒr Rapamycin, Metformin oder GLP-1-PrĂ€parate gibt es keine Belege fĂŒr eine lebensverlĂ€ngernde Wirkung bei gesunden Menschen. Eine Ausnahme: DĂ€nische Registerdaten vom Juni 2026 deuten darauf hin, dass GLP-1-Medikamente bei Typ-2-Diabetikern das Demenzrisiko um bis zu 53 Prozent senken können.

Hilfe von Profis

Wer seine Gesundheit verbessern will, kann auf verschiedene Fachrichtungen zurĂŒckgreifen. ErnĂ€hrungswissenschaftler forschen und beraten Gesunde. DiĂ€tologen sind durch ihr Studium qualifiziert, auch Kranke mit Diabetes, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen zu behandeln.

Ein oft ĂŒbersehener Faktor: die Mundgesundheit. Die aktuelle Patienteninformation „ZahnRat“ mehrerer LandeszahnĂ€rztekammern thematisiert den Zusammenhang zwischen ErnĂ€hrung, Allgemeingesundheit und Zahnhygiene – fĂŒr eine ganzheitliche Vorsorge.

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