Kritik, Musks

Neue Kritik an Musks X-Plattform von verklagten Forschern

Veröffentlicht am: 15.11.2023 um 04:28 Uhr | dpa.de

Den Experten zufolge verstoßen viele BeitrĂ€ge auf Musks Plattform gegen die Regeln. Unter anderem soll zu Gewalt gegen Juden, PalĂ€stinenser und Muslime aufgerufen worden sein.

Nach dem Plan von 2018 konnte Elon Musk in zwölf Schritten Aktienoptionen mit einem maximalen Wert von damals bis zu 55,8 Milliarden Dollar bekommen, wenn Börsenwert und GeschÀftszahlen von Tesla mit bestimmten Mindestwerten wachsen. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP Pool/AP
Nach dem Plan von 2018 konnte Elon Musk in zwölf Schritten Aktienoptionen mit einem maximalen Wert von damals bis zu 55,8 Milliarden Dollar bekommen, wenn Börsenwert und GeschÀftszahlen von Tesla mit bestimmten Mindestwerten wachsen. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP Pool/AP

Die von Elon Musks Online-Plattform X verklagten Hassrede-Forscher legen mit neuer Kritik an dem Dienst nach. Die Experten meldeten X (ehemals Twitter) Ende Oktober 200 BeitrĂ€ge rund um den Hamas-Überfall auf Israel und den Gaza-Krieg, die nach Angaben der Forscher eindeutig gegen die Regeln verstießen. Eine Woche spĂ€ter seien 196 davon immer noch online gewesen, berichtete die Organisation CCDH.

In den BeitrĂ€gen sei unter anderem zu Gewalt gegen Juden, PalĂ€stinenser und Muslime aufgerufen worden, hieß es in einem Blogeintrag der CCDH (Center for Countering Digital Hate). Auch seien antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet und der Nazi-Massenmord an Juden geleugnet oder verharmlost worden.

Von X gab es zunĂ€chst keine Reaktion auf die Kritik der Organisation. Wenige Stunden zuvor veröffentlichte der Dienst allerdings einem Blogpost zu seinem Umgang mit Inhalten, die gegen die Regeln der Plattform verstoßen. Darin hieß es unter anderem, bisher sei man gegen mehr als 320.000 BeitrĂ€ge unter anderem wegen Hassrede vorgegangen. Mehr als 3000 Accounts seien entfernt worden. Bei ĂŒber 25.000 Posts hĂ€tten die Teams wegen manipulierten Inhalten eingegriffen.

Online-Plattformen mĂŒssen gegen Hassrede und Hetze vorgehen

X hatte in den vergangenen Wochen eine offizielle Anfrage der EU-Kommission zur Einhaltung des neuen EU-Digitalgesetzes DSA erhalten. Online-Plattformen werden vom Digital Services Act (DSA) verpflichtet, strikt gegen illegale Inhalte wie zum Beispiel Hassrede und Hetze im Netz vorzugehen.

Musks Plattform hatte die Online-Forscher, die Hassrede und Falschinformationen im Netz aufdecken, im Sommer verklagt. X wirft CCDH in der Klage vor, fĂŒr Berichte zum Umgang mit Hassrede widerrechtlich auf Daten des Dienstes zugegriffen zu haben. Dem Unternehmen sei dadurch Schaden entstanden, weil Werbekunden abgesprungen seien.

de | wissenschaft | 64222208 |