Depression, Unregelmäßige

Depression: Unregelmäßige Mahlzeiten erhöhen Risiko um 55%

Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 06:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine südkoreanische Studie belegt den Zusammenhang zwischen unbeständigen Mahlzeiten und depressiven Symptomen. Besonders der Frühstücksverzicht wirkt sich negativ aus.

Depression: Unregelmäßige Mahlzeiten erhöhen Risiko um 55% Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Depression: Unregelmäßige Mahlzeiten erhöhen Risiko um 55% Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine südkoreanische Studie mit rund 22.000 Erwachsenen, die Anfang Juni im Journal of Affective Disorders erschien.

Besonders der Verzicht aufs Frühstück erwies sich als Risikofaktor. Die Forscher des Seoul St. Mary's Hospital identifizierten Männer, Raucher und Personen, die nach 21 Uhr essen, als besonders betroffen. Fünf Prozent der Teilnehmer zeigten bereits depressive Symptome. Als mögliche Ursache nennen die Wissenschaftler die Störung des zirkadianen Rhythmus durch unbeständige Essenszeiten.

Anzeige

Eine unregelmäßige Ernährung belastet nicht nur die Psyche, sondern begünstigt auch chronische Entzündungsprozesse im Körper. Dieser kostenlose Ratgeber enthält einen Selbsttest und zeigt Ihnen, wie Sie stille Entzündungen durch die richtige Lebensmittelauswahl gezielt bekämpfen können. 12 natürliche Entzündungs-Killer jetzt kostenlos entdecken

Der innere Rhythmus der Leber

Regelmäßige Mahlzeiten unterstützen nicht nur die Psyche, sondern auch die Organfunktionen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) betont Anfang Juni: Ein strukturierter Essrhythmus hilft der Leber, ihren natürlichen Takt zu halten. Häufiges Snacken oder unbeständige Essenszeiten können die Leberfunktion dagegen beeinträchtigen.

Auch Ballaststoffe spielen eine zentrale Rolle. Erwachsene konsumieren im Schnitt nur 20 Gramm pro Tag – die Empfehlung liegt bei mindestens 30 Gramm. Eine ausreichende Zufuhr senkt nicht nur das Risiko für Diabetes und Herzkrankheiten, sondern wirkt auch präventiv gegen Darmkrebs. Besonders bei unter 50-Jährigen steigen die Fallzahlen in Regionen wie der Schweiz seit den 1980er-Jahren.

Mediterrane Kost gegen Ängste

Schon Jugendliche profitieren von der richtigen Ernährung. Die KLOTHO-Kohortenstudie mit 86 Jugendlichen, veröffentlicht im Juni im Fachblatt Nutrients, zeigt: Eine Mittelmeer-Diät reduziert soziale Ängste und Trennungsängste. Zudem scheinen die Essgewohnheiten der Mutter während der Schwangerschaft langfristig zu wirken – mediterrane Kost korrelierte mit niedrigeren Angstgraden bei den Kindern.

Auf neurobiologischer Ebene liefert eine Neuroimaging-Studie neue Erkenntnisse. Forscher untersuchten 31 Frauen mit Major Depression und fanden: Die Konzentration des Botenstoffs GABA im posterioren cingulären Cortex (PCC) korreliert in der prämenstruellen Phase negativ mit der Schwere der Depression. Die in Kooperation mit der Johns Hopkins University durchgeführte Arbeit zeigt die Komplexität hormoneller und neurochemischer Wechselwirkungen.

Anzeige

Was haben Gelenkschmerzen, Blutzuckerspitzen und ständige Müdigkeit gemeinsam? Die Antwort liegt oft in der Ernährung – erfahren Sie in diesem Experten-Guide, wie Sie Ihre Vitalität und Gesundheit ohne teure Spezialprodukte nachhaltig steigern. Gratis-Ratgeber für antientzündliche Ernährung sichern

1,17 Milliarden Menschen betroffen

Die globale Dimension psychischer Erkrankungen wird Ende Mai im Lancet deutlich: Rund 1,17 Milliarden Menschen weltweit leiden darunter – das sind 14,2 Prozent der Bevölkerung. Seit 1990 stiegen die Fälle um 95,5 Prozent. Besonders betroffen: die 15- bis 19-Jährigen.

Neben der Ernährung beeinflusst auch die Schlafqualität die psychische Gesundheit. Das Forschungszentrum Jülich weist Anfang Juni darauf hin: Ein Drittel der Weltbevölkerung hat Schlafprobleme. In fünf führenden Industrienationen verursacht das wirtschaftliche Schäden von bis zu 680 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Experten prognostizieren zudem, dass klimatische Veränderungen die jährliche Schlafdauer bis zum Jahrhundertende signifikant reduzieren könnten.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69475254 |