Depression: Unregelmäßiges Essen erhöht Risiko um 55 Prozent
Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Laut der „Global Burden of Disease Study“ im Fachjournal The Lancet lebten 2023 rund 1,17 Milliarden Betroffene weltweit – das sind 14,2 Prozent der Bevölkerung. Forscher suchen deshalb verstärkt nach einfachen, nicht-medikamentösen Präventionsansätzen.
Unregelmäßiges Essen erhöht Depressionsrisiko um 55 Prozent
Eine Studie des Seoul St. Mary's Hospital im Journal of Affective Disorders zeigt: Wer unregelmäßig isst, hat ein deutlich höheres Risiko für depressive Symptome. Das Team um Professor Tae Hye-jin und Professor Chae Jung-ho wertete Daten von rund 22.000 Erwachsenen aus den Jahren 2014 bis 2022 aus.
Chronische Erschöpfung und depressive Verstimmungen können ihre Ursache in stillen Entzündungen im Körper haben. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit der richtigen Ernährung Ihre Energie zurückgewinnen und Entzündungs-Killer gezielt nutzen. Kostenlosen Ratgeber zur antientzündlichen Ernährung sichern
Besonders der Verzicht auf das Frühstück erwies sich als Risikofaktor. Etwa fünf Prozent der Teilnehmer zeigten klinisch relevante depressive Symptome. Der Zusammenhang war bei Männern, Rauchern und Spätessern am stärksten.
Fruchtsaft senkt Depressionswerte
Neben der Regelmäßigkeit zählt auch die Zusammensetzung der Nahrung. Die Forscher betonen: Eine große Ernährungsvielfalt kann negative Effekte unregelmäßiger Mahlzeiten abmildern.
Eine Studie der University of Newcastle im British Journal of Nutrition untermauert das. 42 Erwachsene tranken vier Wochen lang täglich 100 Prozent Fruchtsaft oder einen Smoothie. Die Depressionswerte sanken um 2,52 Punkte auf einer 27-stufigen Skala. Beide Gruppen steigerten ihre Ballaststoffaufnahme um 8 bis 10 Gramm pro Tag.
Schlafmangel: Ein Drittel der Weltbevölkerung betroffen
Das Forschungszentrum Jülich stellte im Juni 2026 in Cell Reports Medicine das Konzept „One Sleep Health“ vor. Schlafmangel betrifft schätzungsweise ein Drittel der Weltbevölkerung und ist eng mit Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verknüpft.
Wer unter Stress und Schlafmangel leidet, findet oft schwer zurück in die innere Ruhe. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie mit minimalem Zeitaufwand achtsamer durch den Alltag gehen und Ihr Wohlbefinden nachhaltig steigern. Gratis E-Book für mehr Achtsamkeit herunterladen
Eine Neuroimaging-Studie mit der Johns Hopkins University liefert Einblicke in die Mechanismen im Gehirn. Bei Frauen mit Major Depression korreliert die Konzentration des Neurotransmitters GABA im posterioren cingulären Cortex negativ mit der Schwere der Depression – besonders in der prämenstruellen Phase.
30 Prozent der Patienten sprechen nicht auf Behandlungen an
Mara Dierssen, Präsidentin des spanischen Rats für das Gehirn, weist auf die schwerwiegenden Folgen hin: Depressionen verändern die gesamte Wahrnehmung. Betroffene sehen visuell buchstäblich „mehr Grau“. Rund 30 Prozent der Patienten sprechen nicht angemessen auf herkömmliche Behandlungen an.
Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm. Allein in fünd Industrieländern belaufen sie sich durch schlechten Schlaf auf bis zu 680 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Experten empfehlen konsistente Essgewohnheiten und verbesserte Schlafhygiene als niederschwellige Ansätze zur Förderung der psychischen Resilienz – besonders bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren, bei denen die Erkrankungsraten steigen.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
