Mpox, Afrika

Mpox in Afrika bleiben internationale Notlage

27.02.2025 - 14:09:51

Der Kampf gegen die Ausbreitung einer neuen Mpox-Virus-Variante in Afrika ist bisher nicht gewonnen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bleibt deshalb bei ihrer höchsten Alarmstufe.

Die Ausbreitung von Mpox und insbesondere einer neuen Virus-Variante in Afrika bleibt eine internationale Gesundheitsnotlage. Das entschied die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Empfehlung unabhÀngiger Experten mit Blick auf die 

Sie hatte im August 2024 die höchste Alarmstufe ausgelöst und eine «Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» (PHEIC) erklĂ€rt. Die Sorge der WHO bezog sich vor allem auf die neue Variante, Klade Ib (römisch eins). Konkrete Folgen hat die Alarmstufe nicht, sie soll aber Regierungen zu mehr Überwachung veranlassen und Gelder fĂŒr die BekĂ€mpfung locker machen. 

Bislang habe sich die Lage jedoch nicht verbessert, so die WHO. Die Fallzahlen steigen und das Virus verbreitet sich. Behindert wird die BekÀmpfung durch neue KÀmpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo, von wo aus sich die Klade Ib seit 2024 ausbreitet. Dort hatten eigentlich Impfungen begonnen. Inzwischen sind aber hunderttausende Menschen auf der Flucht. Zudem fehle immer noch Geld.

Risiko fĂŒr Europa gering

Die europÀische Gesundheitsbehörde ECDC schÀtzt Risiko einer Ausbreitung der Ib-Variante in Europa insgesamt als gering ein. So sieht es auch das Robert Koch-Institut, obwohl es einige wenige InfektionsfÀlle mit dem neuen Virus in Deutschland gegeben hat.

Das Mpox-Virus (frĂŒher: Affenpocken) ĂŒbertrĂ€gt sich bei engem Körperkontakt. Eine Mpox-Infektion verlĂ€uft oft mild mit Hautausschlag und Fieber. Sie kann aber bei kleinen Kindern oder immungeschwĂ€chten Menschen tödlich sein.

Laut WHO (Stand: 19. Februar) wurden im Kongo seit Anfang 2024 gut 15.400 FÀlle der Klade Ib gemeldet, im Nachbarland Burundi knapp 3.500 FÀlle und in Uganda knapp 3.000 FÀlle. Nicht alle LÀnder der Region haben die gleichen KapazitÀten, um FÀlle zu entdecken und zu melden. 

Neue Variante im Kongo

Die afrikanische Gesundheitsbehörde CDC Africa teilte unterdessen in ihrem wöchentlichen Briefing mit, dass in der Demokratischen Republik Kongo eine neue Variante der Klade Ia entdeckt worden sei. Sie werde als Ia APOBEC3 bezeichnet, sagte Ngashi Ngongo, der Leiter des Mpox-Krisenteams in dem zentralafrikanischen Land, das die meisten Mpox-FĂ€lle verzeichnet. Es werde vermutet, dass sie ansteckender sei als die ursprĂŒngliche Variante Ia.

@ dpa.de