USA, Computer

Trump spricht nach Streit freundlich über KI-Firma Anthropic

22.04.2026 - 00:15:41 | dpa.de

Der OpenAI-Rivale Anthropic verlangt, dass seine KI nicht in autonomen Waffen und zur Massenüberwachung genutzt wird. Die US-Regierung griff durch - aber nun schlägt Donald Trump versöhnliche Töne an.

Anthropic gilt mit seiner KI-Software Claude als schärfster Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Anthropic gilt mit seiner KI-Software Claude als schärfster Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa

Die KI-Firma Anthropic kann sich nach dem Richtungsstreit mit dem Pentagon wieder Hoffnungen auf ein besseres Verhältnis zur US-Regierung machen. «Wir verstehen uns mit ihnen», sagte Präsident Donald Trump in einem Interview des Wirtschaftssenders CNBC. Er verwies darauf, dass Vertreter von Anthropic vor einigen Tagen zu Gesprächen im Weißen Haus waren.

Die Firma riskierte einen Konflikt mit der US-Regierung, da sie trotz massiven Drucks darauf bestand, dass ihre KI-Modelle nicht in autonomen Waffensystemen und zur Massenüberwachung in den USA verwendet werden dürfen. Das Pentagon erklärte Anthropic daraufhin zu einem Lieferketten-Risiko. Trump wies US-Behörden an, keine Geschäfte mit dem Unternehmen zu machen. Anthropic zog dagegen vor Gericht.

Zuletzt demonstrierte Anthropic aber, wie wichtig Technologie des Unternehmens für die US-Regierung ist. Ein neues Anthropic-Modell mit dem Namen Claude Mythos Preview findet zum Teil seit Jahrzehnten unentdeckt gebliebene Schwachstellen in verschiedener Software. In den falschen Händen wäre es damit eine gefährliche Cyberwaffe - und könnte zugleich der US-Regierung einen Vorteil geben, eigene Programme zu härten und potenzielle Schwachstellen für Spionage im Ausland auszunutzen. Anthropic hat keine Pläne, Mythos Preview öffentlich zu machen.

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