Airbus, Landeplattform

Airbus baut Landeplattform fĂŒr europĂ€ischen Mars-Rover

29.03.2025 - 15:45:01

Der Rosalind-Franklin-Rover der europÀischen Weltraumorganisation Esa soll nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen.

Der europĂ€ische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus soll die Landeplattform fĂŒr den Mars-Rover Rosalind Franklin bauen. Wie schon der Rover soll auch die als ExoMars bezeichnete Plattform im britischen Stevenage entwickelt werden, teilte das Unternehmen mit.

«Nach dem Eintritt und dem Abstieg durch die MarsatmosphĂ€re und einer bremsunterstĂŒtzten Fallschirmphase wird die von Airbus bereitgestellte Landeplattform eine sichere Landung auf der MarsoberflĂ€che gewĂ€hrleisten», hieß es in der Mitteilung weiter. 

Dazu gehöre die Landestruktur, ein großes Antriebssystem fĂŒr den letzten Bremsschub und das Fahrwerk, das beim Aufsetzen fĂŒr StabilitĂ€t sorge. Zwei Rampen auf gegenĂŒberliegenden Seiten sollen sicherstellen, dass der Rover mit geringstem Risiko auf die MarsoberflĂ€che fahren könne.

Suche nach vergangenem und gegenwÀrtigem Leben

Der Rosalind-Franklin-Rover soll nach vergangenem oder gegenwÀrtigem Leben auf dem roten Planeten suchen. Er ist nach Airbus-Angaben der erste Rover, der Proben aus zwei Metern Tiefe unter der OberflÀche analysieren kann.

Starten soll die Marsmission der EuropĂ€ischen Weltraumorganisation Esa im Jahr 2028 mit einer von der US-Raumfahrtbehörde Nasa bereitgestellten TrĂ€gerrakete. Die Landung ist fĂŒr 2030 geplant. Geleitet wird die Mission von Thales Alenia Space (TAS) - einem Joint Venture der RĂŒstungsunternehmen Thales und Leonardo.

Raketen bremsen den Abstieg

Eine Landung auf dem Mars gilt als besonders herausfordernd. Die Airbus-Plattform muss den Rover sowohl vor der Hitze bei der Reise durch die MarsatmosphĂ€re schĂŒtzen, als auch die enorme Geschwindigkeit vor dem Aufsetzen auf der OberflĂ€che mindern. 

Das ExoMars-Landesystem mĂŒsse die Landeplattform von 45 Meter pro Sekunde am Ende der Fallschirm-Abstiegsphase auf weniger als drei Meter pro Sekunde vor dem Aufsetzen mit Hilfe von Retro-Raketen abbremsen, hieß es dazu in der Mitteilung.

@ dpa.de