China, Nvidia

China befragt Nvidia zu Sicherheit bei KI?Chips

31.07.2025 - 10:38:09 | dpa.de

Der US-Konzern Nvidia steht unter Druck. Peking verlangt AufklĂ€rung ĂŒber mögliche Sicherheitsrisiken von speziell fĂŒr China entwickelte Chips. Und verweist auf Berichte aus den USA.

Nvidia hat fĂŒr China einen speziellen KI-Chip entwickelt. Nun hat Peking Fragen. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa

Der US-Chipkonzern Nvidia steht angesichts möglicher Sicherheitsrisiken bei in China verkauften KI-Chips unter Druck. Die chinesische Internetaufsichtsbehörde CAC teilte mit, Nvidia-Vertreter seien zu einem GesprĂ€ch gebeten worden. Dabei sei das Unternehmen aufgefordert worden, zu mutmaßlichen Schwachstellen und «HintertĂŒren» bei den betreffenden H20-Chips Stellung zu nehmen sowie technische Unterlagen vorzulegen.

Die Behörde verwies nicht auf eigene technische Erkenntnisse, sondern berief sich auf Berichte aus den USA. So hĂ€tten US?Abgeordnete laut CAC gefordert, dass fortschrittliche Chips aus amerikanischer Produktion mit Ortungsfunktionen ausgestattet werden mĂŒssten. Außerdem hĂ€tten KI?Experten erklĂ€rt, dass entsprechende Technologien zur Standortverfolgung und Fernabschaltung bei Nvidia bereits marktreif seien.

Ärger zwischen Peking und Washington

Die H20?Chips waren speziell fĂŒr den chinesischen Markt entwickelt worden. Es handelt sich um eine abgeschwĂ€chte Version, die den bisherigen US?Exportkontrollen genĂŒgen sollte. Im April 2025 untersagte die US?Regierung jedoch auch diesen exportkonformen Chip. Nur wenige Monate spĂ€ter wurde diese EinschrĂ€nkung wieder aufgehoben und der Verkauf der H20?Modelle nach China erneut erlaubt.

Der Vorwurf der CAC verschÀrft den Ton im Technologiekonflikt zwischen den USA und China. Chips gelten als Zankapfel im geopolitischen Wettlauf. WÀhrend Washington versucht, Chinas Zugriff auf leistungsfÀhige KI?Hardware zu begrenzen, strebt Peking eine stÀrkere UnabhÀngigkeit durch eigene Chip-Entwicklung an. Peking wehrt sich zugleich gegen die BeschrÀnkungen Washingtons.

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