Dexcom, Flex

Dexcom Flex seit Juli: Neues CGM-System senkt HbA1c um 0,7%

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bestimmte Hautsymptome wie Acanthosis nigricans können auf einen gestörten Zuckerstoffwechsel hinweisen, oft vor der Diagnose.

Hautveränderungen als frühe Diabetes-Warnsignale erkennen
Nahaufnahme von Haut mit dunklen, samtartigen Verfärbungen, die auf eine mögliche Insulinresistenz oder Diabetes hinweisen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Hautprobleme können erste Anzeichen für einen gestörten Zuckerstoffwechsel sein – oft noch vor einer offiziellen Diabetes-Diagnose. Mediziner betonen zunehmend die Bedeutung der Dermatologie für die Früherkennung.

Diese Hautveränderungen sollten Sie ernst nehmen

Ein aktueller Übersichtsartikel in der Fachpublikation „Endotext“ listet mehrere Hautmanifestationen auf, die auf einen unerkannten Diabetes hindeuten. Besonders auffällig: die sogenannte Acanthosis nigricans. Sie zeigt sich durch dunkle, samtartige Hautstellen im Nacken, in den Achselhöhlen oder in der Leistengegend. Ärzte sehen darin einen klaren Marker für eine Insulinresistenz.

Die häufigste diabetesassoziierte Hautveränderung ist jedoch die diabetische Dermopathie. Sie äußert sich durch braune, narbenähnliche Flecken an den Schienbeinen. Auch wiederkehrende Pilzinfektionen können auf eine Störung des Zuckerstoffwechsels hindeuten. Treten diese Symptome zusammen mit vermehrtem Durst, häufigem Harndrang oder ungewolltem Gewichtsverlust auf, sollten Betroffene ihren Blutzucker umgehend checken lassen.

Ein klinischer Fall vom Juli 2026 zeigt zudem: Schwere Hautinfektionen wie Pyodermie können zur Entdeckung eines bislang unerkannten Diabetes führen.

Digitaler Hautcheck: Schnelle Hilfe per Smartphone

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Um die Früherkennung zu beschleunigen, setzen erste Krankenkassen auf digitale Lösungen. Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) bietet seit Sommer 2025 einen digitalen Hautcheck an. Versicherte laden Fotos von auffälligen Hautstellen hoch – Fachärzte begutachten sie und geben eine Ersteinschätzung. Das Verfahren soll Wartezeiten verkürzen und schnelle Handlungsempfehlungen liefern.

Für Menschen mit diagnostiziertem Typ-2-Diabetes gibt es ebenfalls Neues: Seit Mitte Juli 2026 ist in Deutschland das CGM-System „Dexcom Flex“ verfügbar. Es misst kontinuierlich den Glukosewert und überträgt die Daten direkt an eine App. Der Sensor wird bis zu 15 Tage getragen und richtet sich an Erwachsene ohne intensivierte Insulintherapie. Studien zeigen: Die Nutzung solcher Systeme kann den HbA1c-Wert um 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte senken. Die Kostenübernahme prüfen die Krankenkassen individuell.

Diabetes im Visier: Neue Leitlinien und Forschung

Die Bedeutung der Früherkennung untermauern aktuelle internationale Richtlinien. Im Juli 2026 veröffentlichten die American Heart Association (AHA) und das American College of Cardiology (ACC) eine Leitlinie zum kardiorenalen metabolischen Syndrom. Sie teilt die Erkrankung in vier Stadien ein und empfiehlt bereits ab Stadium 1 ein jährliches Screening von BMI und Blutfettwerten.

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Auch die Forschung liefert neue Erkenntnisse: Medikamente wie SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Agonisten regulieren nicht nur den Zuckerstoffwechsel – sie senken offenbar auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Alzheimer. Parallel dazu identifizierten Forscher der Universität Graz langkettige Vitamin-E-Metabolite mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie könnten künftig neue Ansätze bei chronischen Entzündungen bieten, wie sie bei Diabetes auftreten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Leitlinien zur Demenzprävention aktualisiert. Ihr klarer Appell: Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes konsequent kontrollieren – das sind die wesentlichen Stellschrauben.

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