Diabetes und Zahnverlust: Fast jeder Zweite verliert ZĂ€hne
Veröffentlicht am: 15.06.2026 um 22:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Verarbeitung von Leguminosen-RĂŒckstĂ€nden zu funktionellen Ballaststoffen könnte die Lebensmittelindustrie revolutionieren. Das Fraunhofer-Institut IVV hat im Projekt âLeguFiberâ Verfahren entwickelt, um aus Schalen von Erbsen, Ackerbohnen und Soja wertvolle Ballaststoffe zu gewinnen.
Die PrĂ€parate ersetzen bis zu 25 Prozent des Mehls in Backwaren. Der Kostenvorteil ist enorm: Herkömmliche Citrusfasern sind bis zu viermal teurer. Dabei liegt der empfohlene Tagesbedarf an Ballaststoffen bei 25 bis 35 Gramm â ein Wert, den die meisten Deutschen verfehlen.
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Blutzucker und Zahnverlust: Die unterschÀtzte Verbindung
Eine Studie der UniversitĂ€t Göteborg zeigt erschreckende ZusammenhĂ€nge. Von 786.305 Typ-2-Diabetes-Patienten verlor fast jeder Zweite mindestens einen Zahn. Bei schlechten Glukosewerten lag der Anteil derer mit fĂŒnf oder mehr verlorenen ZĂ€hnen bei 12,6 Prozent.
Die gute Nachricht: Bereits ein zehnminĂŒtiger Spaziergang nach dem Essen senkt die Glukosewerte signifikant. Und wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schlĂ€ft, erhöht sein Diabetes-Risiko â das legt eine Studie aus dem Jahr 2024 im Fachjournal JAMA Network Open nahe.
ErnĂ€hrung verjĂŒngt: Fleisch verzicht senkt biologisches Alter
Kann eine ErnĂ€hrungsumstellung die Zellen verjĂŒngen? Eine Studie der University of Sydney aus dem Jahr 2026 mit 100 Erwachsenen zwischen 65 und 75 Jahren liefert Hinweise darauf. Eine einmonatige Reduktion von Fleisch zugunsten pflanzlicher Proteine senkte das biologische Alter.
Alle Teilnehmer verloren im Schnitt 1,8 Kilo, hauptsĂ€chlich Körperfett. Doch nur die Fleischreduzierer zeigten eine VerjĂŒngung auf zellulĂ€rer Ebene. Bei fettreicher, fleischbetonter Kost blieb dieser Effekt aus.
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Adipositas als chronische Krankheit: Versicherer mĂŒssen zahlen
Ab einem BMI von 30 gilt Adipositas als chronische Erkrankung. Das hat konkrete Folgen, erklĂ€rt Rechtsanwalt Matthias Ruigrok van de Werve: Private Krankenversicherungen mĂŒssen die Kosten fĂŒr GLP-1-Analoga wie Wegovy oder Mounjaro ĂŒbernehmen â vorausgesetzt, die medizinische Notwendigkeit ist durch Gutachten belegt.
Parallel dazu forscht David Sinclair von der Harvard University an einem oralen PrĂ€parat zur zellulĂ€ren Reprogrammierung. Das Projekt, das auch beim hoch dotierten XPrize-Wettbewerb eingereicht ist, zielt auf ein Medikament ab, das den Organismus um Jahre verjĂŒngen soll.
DNA-Reparatur und Vogelbeobachtung
Die Grundlagenforschung identifiziert immer neue Akteure im Alterungsprozess. Ein Team der University of Dundee, der ETH ZĂŒrich und der Vetmeduni entdeckte das Protein MINDY3 als zentrales Bindeglied in der DNA-Reparatur.
Und wer Stress abbauen will, sollte zum Fernglas greifen: Studien zeigen, dass regelmĂ€Ăige Vogelbeobachtung das Burnout-Risiko stĂ€rker senkt als Meditation oder intensiver Sport. Bereits fĂŒnf bis zehn Minuten tĂ€glich reichen â ohne Leistungsdruck, dafĂŒr mit maximaler Entspannung fĂŒrs Gehirn.
