CERN, Science Gateway

Wie ein Raumschiff: «Tor zur Wissenschaft» in Genf

07.10.2023 - 16:39:45 | dpa.de

Die EuropĂ€ische Organisation fĂŒr Kernforschung biete eine neue BegegnungsstĂ€tte. Fans der Wissenschaft wird einiges geboten.

  • Der Schweizer BundesprĂ€sident Alain Berset (2.v.r-r) und Antonio Hodgers, PrĂ€sident des Genfer Staatsrats, testen das Science Gateway in Meyrin bei Genf. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
    Der Schweizer BundesprÀsident Alain Berset (2.v.r-r) und Antonio Hodgers, PrÀsident des Genfer Staatsrats, testen das Science Gateway in Meyrin bei Genf. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
  • Das Science Gateway wurde von dem italienischen Star-Architekten Renzo Piano entworfen. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
    Das Science Gateway wurde von dem italienischen Star-Architekten Renzo Piano entworfen. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
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Wissenschaft zum Anfassen bietet die EuropĂ€ische Organisation fĂŒr Kernforschung (Cern) in einem spektakulĂ€ren neuen GebĂ€ude an ihrem Sitz im schweizerischen Genf. Die Wissenschaft sei der SchlĂŒssel fĂŒr eine nachhaltige Zukunft, sagte die italienische Physikerin und Cern-Generaldirektorin Fabiola Gianotti bei der Eröffnung.

Mit der BegegnungsstĂ€tte Science Gateway (etwa: Tor zur Wissenschaft) solle Neugier geweckt und kritisches Denken gefördert werden. Das Cern kann damit kĂŒnftig statt 125.000 bis zu einer halben Million Besucher im Jahr empfangen.

So sieht es aus

Der GebĂ€ude besteht aus ĂŒberdimensionalen begehbaren Röhren, die mit einer glĂ€sernen BrĂŒcke ĂŒber eine Straße verbunden sind. Die Röhren erinnern an die grĂ¶ĂŸte Forschungsmaschine der Welt, die an derselben Stelle hundert Meter unter der Erde liegt: Den 27 Kilometer langen ringförmigen Teilchenbeschleuniger, mit der das Cern das Universum erforscht.

«Das GebĂ€ude ist wie ein Raumschiff kurz vor der Landung», meinte der italienische Architekt Renzo Piano (86). Sonnenkollektoren sorgten zu hundert Prozent fĂŒr die Energie. Um das GebĂ€ude wurde ein WĂ€ldchen mit 400 BĂ€umen und 13.000 BĂŒschen gepflanzt.

Das gibt es zu sehen

Der Teilchenbeschleuniger simuliert die Zeit kurz nach dem Urknall - also die Geburtsstunde des Universums vor fast 14 Milliarden Jahren. Forschende suchen nach den grundlegenden Gesetzen des Universums. Dazu werden praktisch mit Lichtgeschwindigkeit Protonenstrahlen zur Kollision gebracht, um Zerfallsprozesse zu beobachten.

Materialien und Prozesse, die am Cern fĂŒr Experimente entwickelt werden, kommen der Welt zugute. Darunter sind etwa besonders leistungsstarke Sonnenkollektoren, die Touch-Screen-Technologie und bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanz-Tomographie (MRT). Auch das World Wide Web wurde dort erfunden.

Mit geschickt installierten Attrappen und visuellen Effekten sind im Science Gateway auf 8000 Quadratmetern unter anderem die enormen Dimensionen des Teilchenbeschleunigers zu erahnen. An zahlreichen Stellen können Besucher selbst Hand anlegen, etwa, um die Eigenschaft von Magneten zu erkunden. Das Gateway bietet außerdem Workshops fĂŒr Kinder ab fĂŒnf Jahren, die zum Beispiel Miniatur-Roboter mit Farbcodes ĂŒber Linien dirigieren können.

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