USA, Iran

United Airlines kürzt Flugplan wegen hoher Spritpreise

21.03.2026 - 03:45:36 | dpa.de

Die Fluggesellschaft rechnet damit, dass die Ölpreise weiter steigen und lange hoch bleiben. Unrentable Flüge werden nun ausgesetzt.

Die hohen Kerosin-Preise machten einige Flugstrecken von United Airlines unrentabel. (Archivbild) - Bild: David J. Phillip/AP/dpa
Die hohen Kerosin-Preise machten einige Flugstrecken von United Airlines unrentabel. (Archivbild) - Bild: David J. Phillip/AP/dpa

Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch den Iran-Krieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt, kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht so schlimm kommen werde, schränkte Kirby ein.

Der Kerosin-Preis habe sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt, gab der United-Chef zu bedenken. Auf dem aktuellen Niveau würde das für die Fluggesellschaft zusätzliche Spritkosten von elf Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Zugleich versicherte Kirby den Mitarbeitern, dass die Airline ein solides Finanzpolster habe und nicht an Investitionen in die Zukunft sparen wolle.

Unrentable Flüge

Rund ein Prozent der Kapazitäten falle bereits durch die aktuell ausgesetzten Flugverbindungen nach Tel Aviv und Dubai weg, hieß es. Zudem sollen in den nächsten zwei Quartalen derzeit unrentable Strecken nicht bedient werden, die etwa drei Prozent der Kapazität ausmachen. Dabei gehe es etwa um Nachtflüge oder Verbindungen an Dienstagen, Mittwochen oder Samstagen. Zusätzlich werde ein Prozent am United-Drehkreuz Chicago eingespart.

Die Ölpreise steigen aktuell, weil aus Angst vor iranischen Angriffe so gut wie keine Tanker die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine wichtige Route für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas.

de | wissenschaft | 68946908 |

Weitere Meldungen

Vance: Iran bekommt keinen einzigen amerikanischen Dollar Vor dem Hintergrund eines potenziellen Deals zwischen den USA und dem Iran ist US-Vizepräsident JD Vance Befürchtungen vor etwaigen Zugeständnissen an Teheran entgegengetreten. (Boerse, 15.06.2026 - 16:53) weiterlesen...

Vance: Iran bekommt keinen einzigen amerikanischen Dollar. US-Vizepräsident Vance äußert sich nun zu einem heiklen Punkt. Nach dem Bekanntwerden eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran bleiben viele wichtige Details offen. (Ausland, 15.06.2026 - 16:43) weiterlesen...

Devisen: Eurokurs profitiert von Einigung zwischen Iran und USA Der Kurs des Euro EU0009652759 ist nach der Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges am Montag gestiegen. (Boerse, 15.06.2026 - 16:38) weiterlesen...

Aktien New York: Iran-Einigung hievt Dow auf Rekordhoch Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen am Montag beflügelt. (Boerse, 15.06.2026 - 16:30) weiterlesen...

Trump: Schiffe bewegen sich aus Straße von Hormus heraus Nach der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu einem Rahmenabkommen im Krieg gibt es in der Straße von Hormus nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits Bewegung. (Boerse, 15.06.2026 - 15:55) weiterlesen...

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon Die Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen erstreckt sich nach Angaben der Hisbollah auch auf den Libanon. (Boerse, 15.06.2026 - 15:42) weiterlesen...