Fax, Fax-GerÀten

Vier von fĂŒnf Unternehmen haben das Fax abgeschafft

04.06.2025 - 11:59:10

Die hohe Nutzung von Fax-GerĂ€ten in Deutschland war jahrelang ein Symbol fĂŒr die schleppende Digitalisierung. Doch mittlerweile sind die Kommunikations-Dinos aus den meisten BĂŒros verschwunden.

Nicht einmal jedes fĂŒnfte Unternehmen in Deutschland (18 Prozent) nutzt immer noch regelmĂ€ĂŸig ein Fax-GerĂ€t fĂŒr die interne oder externe Kommunikation. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter Firmen ab 20 BeschĂ€ftigten. FĂŒr die in Berlin vorgestellte Studie wurden 603 Unternehmen befragt.

Die Fax-Nutzung war zuletzt stark rĂŒcklĂ€ufig: Vor einem Jahr gaben noch 30 Prozent der befragten Firmen an, regelmĂ€ĂŸig Faxe zu versenden und zu empfangen, 2023 waren es noch 33 Prozent. «Das FaxgerĂ€t verschwindet doch zunehmend», sagte Bernhard Rohleder, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bitkom. «Das Fax ist ein wenig zum Symbol fĂŒr die RĂŒckstĂ€ndigkeit geworden.»

100 Prozent E-Mail

Der Klassiker der digitalen Kommunikation, die E-Mail, ist inzwischen in jedem BĂŒro angekommen. Wie schon im Vorjahr nutzten alle Unternehmen (100 Prozent) sehr hĂ€ufig oder hĂ€ufig E-Mails. Ebenfalls fast alle Firmen kommunizieren regelmĂ€ĂŸig per Smartphone (94 Prozent). 

Fast gleichauf befindet sich noch das klassische Festnetz-Telefon (93 Prozent), gefolgt von Videokonferenzen, die inzwischen von zwei Dritteln der Unternehmen regelmĂ€ĂŸig genutzt werden (67 Prozent). Vor allem Messenger-Dienste haben an Beliebtheit gewonnen: Sie werden ebenfalls von zwei Dritteln sehr hĂ€ufig oder hĂ€ufig fĂŒr die interne oder externe Kommunikation eingesetzt (66 Prozent).

Zögerliche KI-Akzeptanz

Bei Anwendungen KĂŒnstlicher Intelligenz sieht der Branchenverband dagegen eine zögerliche Akzeptanz bei Unternehmen in Deutschland. DafĂŒr gebe es verschiedene GrĂŒnde. So stoße die Technologie auf Widerstand in der Belegschaft: In gut der HĂ€lfte der Unternehmen glauben die Verantwortlichen, dass die BeschĂ€ftigten einem KI-Einsatz gegenĂŒber skeptisch sind (53 Prozent), teilte Bitkom mit. Drei Viertel der Unternehmen warten zudem erst einmal ab, welche Erfahrungen andere dabei machen (75 Prozent). 

HÀufig werde auch der erwartete Nutzen kritisch gesehen: Denn die HÀlfte der befragten Firmen glaube, der Einsatz von KI in den GeschÀfts- und Verwaltungsprozessen lohne sich nicht (50 Prozent). 

Rohleder warnte davor, bei den Anwendungen der KI zu zurĂŒckhaltend zu agieren: «Abwarten ist bei einer Technologie wie der KĂŒnstlichen Intelligenz die falsche Strategie – wer zu spĂ€t einsteigt, lĂ€uft Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Unternehmen mĂŒssen jetzt anfangen, KI-Lösungen einzufĂŒhren und Mitarbeitende entsprechend auszubilden.»

@ dpa.de