HPV-Impfquote, Jugendlichen

HPV-Impfquote bei Jugendlichen «besorgniserregend niedrig»

10.11.2023 - 06:21:36 | dpa.de

Die Impfung gegen Humane Papillomviren kann vor GebĂ€rmutterhalskrebs und Krebs im Mund-Rachen-Raum schĂŒtzen. Aber warum wird die Impfung nicht gut angenommen?

Eine Impfung gegen krebsauslösende Humane Papillomviren (HPV) wird verabreicht. - Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Impfung gegen krebsauslösende Humane Papillomviren (HPV) wird verabreicht. - Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Impfungen gegen bestimmte Krebserkrankungen gehen einer neuen Analyse zufolge bei Kindern und Jugendlichen stark zurĂŒck. Besonders deutlich ist dies bei 15- bis 17-jĂ€hrigen Jungen, wie eine Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit unter ihren Versicherten ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Hier sanken die Erstimpfungen gegen Humane Papillomviren (HPV) 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent. In der gesamten Altersspanne von 9 bis 17 Jahren habe es bei Jungen ein Minus von 31 Prozent und bei MĂ€dchen einen RĂŒckgang von 21 Prozent gegeben.

Wogegen hilft die Impfung?

Humane Papillomviren (HPV) werden sexuell ĂŒbertragen und können unter anderem GebĂ€rmutterhalskrebs und Krebs im Mund-Rachen-Raum hervorrufen. Die StĂ€ndige Impfkommission empfiehlt die Impfung fĂŒr MĂ€dchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren. Ist sie bis dahin nicht erfolgt, rĂ€t sie, diese bis zum Alter von 17 Jahren nachzuholen. Es sind jeweils zwei oder drei Impfstoffdosen erforderlich.

Der Berufsverband der Kinder- und JugendĂ€rzte bezeichnet die Impfquote als «besorgniserregend niedrig». DarĂŒber, wie dieser massive RĂŒckgang zu erklĂ€ren sei, könne er nur spekulieren, sagte PrĂ€sident Thomas Fischbach.

«Sicherlich hat die HPV-Impfung im Zuge der hohen medialen Aufmerksamkeit rund um die Corona-Schutzimpfung zeitweise weniger Beachtung erfahren. Auch kann ich eine leicht erhöhte Impfskepsis beobachten, ausgelöst durch die vielen Diskussionen um vermeintliche FolgeschÀden der Corona-Schutzimpfung.» Das habe ganz bestimmt auch Auswirkungen auf die HPV-Impfung.

Wie hoch ist das Risiko?

Laut Robert Koch-Institut erkranken in Deutschland im Jahr ĂŒber 6000 Frauen und rund 1600 MĂ€nner an HPV-bedingtem Krebs. Die Impfung - die im Jugendalter verabreicht wird - kann im großen Umfang davor schĂŒtzen. In den Jahren 2020 und 2021 erhielten laut DAK-Bericht jeweils rund 10 Prozent der 9- bis 17-JĂ€hrigen eine Erstimpfung gegen HPV. 2022 waren es nur noch 7,4 Prozent.

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