WHO-Chef, Notfallausschuss

WHO-Chef beruft Notfallausschuss wegen Mpox ein

07.08.2024 - 17:51:38 | dpa.de

Die Krankheit Mpox hat 2022 die Welt aufgeschreckt, wurde aber schnell unter Kontrolle gebracht. Jetzt gibt es eine neue, gefÀhrliche Variante.

Es gibt Mpox-Impfstoffe, aber sie sind in vielen LĂ€ndern nicht verfĂŒgbar. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa
Es gibt Mpox-Impfstoffe, aber sie sind in vielen LĂ€ndern nicht verfĂŒgbar. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa

Angesichts einer besorgniserregenden Variante der gefĂ€hrlichen Krankheit Mpox in Afrika soll in KĂŒrze der Notfallausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tagen. Das gab WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Pressekonferenz in Genf bekannt. Der Notfallausschuss berĂ€t den Generaldirektor in der Frage, ob die WHO eine «Notlage internationaler Tragweite» (PHEIC) ausrufen soll.

Neue FĂ€lle sind aus vier LĂ€ndern in Afrika gemeldet worden, die vorher keine Mpox-FĂ€lle kannten: Burundi, Ruanda, Kenia und Uganda. Das Risiko bestehe, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet und auch ferne LĂ€nder erreicht, sagte Mpox-Expertin Rosamund Lewis. Die Welt sei durch internationale FlĂŒge sehr vernetzt. Die WHO betonte aber, dass sie keine ReisebeschrĂ€nkungen empfehle. Vielmehr mĂŒssten Menschen ĂŒber Risiken aufgeklĂ€rt werden und Behörden wachsam sein, um AusbrĂŒche frĂŒhzeitig zu entdecken.

Das steckt hinter der Krankheit Mpox

Mpox löst Hautausschlag aus und die Betroffenen entwickeln oft hohes Fieber und Muskelschmerzen. Die Krankheit ist vor allem fĂŒr Kinder gefĂ€hrlich. Der Notfallausschuss besteht aus unabhĂ€ngigen Experten. Wann genau er zusammentritt, ist noch nicht klar. Mpox wurde frĂŒher «Affenpocken» genannt.

Was die ErklÀrung einer Notlage bringt

Mit der ErklĂ€rung einer solchen Notlage rĂŒttelt die WHO Regierungen auf, ihre Überwachung zu verstĂ€rken, nach AusbrĂŒchen Ausschau zu halten und sich auf eine mögliche Ausbreitung vorzubereiten. Alle Maßnahmen werden von Regierungen beschlossen, die WHO hat keine Befugnisse, Maßnahmen anzuordnen. 

Von Juli 2022 bis Mai 2023 bestand bereits eine von der WHO ausgerufene Mpox-Notlage. Damals gab es FÀlle in zahlreichen LÀndern, auch in Deutschland. In der Demokratischen Republik Kongo hat sich aber seit September 2023 eine neue Variante entwickelt, Klade 1b, die nach Angaben der WHO »gefÀhrlicher sein könnte als vorherige Varianten. Sie verbreitet sich von Mensch zu Mensch. 

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