Brasilien, International

Viele wandernde Tierarten bedroht: UN-Konferenz in Brasilien

23.03.2026 - 18:00:33 | dpa.de

Die Lage vieler wandernder Tierarten verschĂ€rft sich. Bei einer UN-Konferenz in Brasilien beraten Staaten ĂŒber strengere Schutzregeln und internationale Zusammenarbeit.

In Brasilien beginnt am Montag eine UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten. (Archivbild) - Foto: Duncan Heuer/Aussie Bubbles/dpa
In Brasilien beginnt am Montag eine UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten. (Archivbild) - Foto: Duncan Heuer/Aussie Bubbles/dpa

In Brasilien hat eine wichtige UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten begonnen. «Wir leben in einer Zeit der Dringlichkeit», sagte Brasiliens Umweltministerin Marina Silva zur Eröffnung der Konferenz. Diese Migrationswege zu schĂŒtzen bedeute, die Hoffnung zu nĂ€hren, «dass der Planet lebendig und vielfĂ€ltig bleibt». Zu dem Treffen kommen bis Ende der Woche Regierungsvertreter, Wissenschaftler, NaturschĂŒtzer sowie Vertreter indigener Gemeinschaften zusammen.

Milliarden Tiere wandern jedes Jahr teils ĂŒber Kontinente und Ozeane hinweg – von Zugvögeln ĂŒber Meeresschildkröten bis hin zu Walen. Viele wandernde Tierarten sind bedroht.

Im Mittelpunkt der 15. Vertragsstaatenkonferenz (COP15) des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) stehen Maßnahmen gegen die weltweite BiodiversitĂ€tskrise. Geplant ist unter anderem, weitere Tierarten unter internationalen Schutz zu stellen sowie Maßnahmen gegen illegale Jagd, Übernutzung und den Verlust von LebensrĂ€umen zu verstĂ€rken.

Die Konferenz findet erstmals in Brasilien statt und wird in Campo Grande im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ausgerichtet - nahe dem Pantanal, dem grĂ¶ĂŸten Feuchtgebiet der Erde und einer der artenreichsten Regionen weltweit.

Lage im Meer besonders kritisch 

Ein bereits im Vorfeld der Konferenz veröffentlichter UN-Bericht zeigt eine VerschĂ€rfung der Lage. Demnach gehen die BestĂ€nde von 49 Prozent der durch das Abkommen geschĂŒtzten wandernden Arten zurĂŒck – ein Anstieg um fĂŒnf Prozentpunkte binnen zwei Jahren. Rund 24 Prozent der Arten sind vom Aussterben bedroht.

Als grĂ¶ĂŸte Gefahren gelten Übernutzung sowie der Verlust und die Zerschneidung von LebensrĂ€umen. Besonders kritisch ist die Lage im Meer, wo viele Fischarten stark gefĂ€hrdet sind.

Die Konferenz steht unter dem Motto «Connecting Nature to Sustain Life» (Die Natur verbinden, um das Leben zu erhalten) und ist eines der wichtigsten internationalen Treffen zum Schutz wildlebender Tiere. Grundlage der Beratungen ist ein UN-Abkommen, dem mehr als 130 Staaten angehören.

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