Experten finden Vogelgrippe bei SĂ€ugetieren in Antarktis
11.01.2024 - 02:22:07Erstmals haben britische Wissenschaftler nach eigenen Angaben die Vogelgrippe bei SĂ€ugetieren nahe der Antarktis entdeckt. Der Erreger sei bei See-Elefanten und SeebĂ€ren festgestellt worden, teilte die Umweltbehörde Animal Plant Health Agency (Apha) in London mit. Sie habe Tiere auf der Insel SĂŒdgeorgien auf das H5N1-Virus getestet, nachdem im Oktober mehrere Braune Skua (Stercorarius antarcticus) dort tot gefunden worden waren. Vermutlich sei das Virus von Zugvögeln aus SĂŒdamerika eingeschleppt worden und seitdem auf Robben und andere Vogelarten auf der Insel ĂŒbergegangen.
H5N1 gefĂ€hrde das delikate und einzigartige Ăkosystem der Antarktis, warnte der zustĂ€ndige Apha-Direktor Ian Brown. Eine Ausbreitung der Vogelgrippe in der Region bedeute ein Risiko fĂŒr die groĂen Populationen von Seevögeln und MeeressĂ€ugetieren. Die Wissenschaftler stellten das Virus auĂerdem in Dominikanermöwen (Larus dominicanus) und Antarktisseeschwalben (Sterna vittata) fest.
Tests bei Albatrossen und Riesensturmvögeln auf der SĂŒdgeorgien vorgelagerten Insel Bird Island seien hingegen negativ ausgefallen. Es gebe auch noch keine Berichte ĂŒber ĂŒberdurchschnittliche Sterberaten bei Pinguinen, hieĂ es.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Vogelgrippe bei SĂ€ugetieren festgestellt wurde. Erst vor kurzem wiesen Experten im Norden Alaskas bei einem toten EisbĂ€ren das Vogelgrippe-Virus nach. Zuvor waren auch FĂ€lle bei Robben in Europa und Amerika sowie bei Nerzen in Nordspanien und bei FĂŒchsen und Ottern in England bekannt geworden.


