Mpox, Schweiz

Internationale Notlage wegen Mpox aufgehoben

05.09.2025 - 15:25:14

Die Zahl der Mpox-FĂ€lle geht zurĂŒck, doch vor allem in Teilen Afrikas gibt es weiter viele Infektionen. Warum die WHO dennoch Entwarnung gibt - und welche Risiken bestehen bleiben.

Die vor allem in Afrika verbreitete Infektionskrankheit Mpox ist keine internationale Gesundheitsnotlage mehr. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich der Empfehlung eines unabhÀngigen Expertengremiums angeschlossen und die 2024 erklÀrte Notlage aufgehoben.

In den am stĂ€rksten betroffenen LĂ€ndern in Afrika seien die Zahlen rĂŒcklĂ€ufig, erklĂ€rte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Außerdem seit der Ausrufung der WHO-Alarmstufe das Wissen ĂŒber Infektions-Faktoren und -Risiken gewachsen. Er warnte jedoch, dass die Gefahr noch nicht gebannt sei und Behörden wachsam bleiben mĂŒssten.

Nach WHO-Angaben wurden zuletzt auch FĂ€lle etwa aus Deutschland, Großbritannien, China und der TĂŒrkei gemeldet. Dort haben sich Infizierte aber praktisch immer auf Reisen angesteckt. 

Die Infektion mit Mpox (frĂŒher: Affenpocken) verlĂ€uft oft mild mit Hautausschlag und Fieber. Sie kann aber bei kleinen Kindern oder immungeschwĂ€chten Menschen tödlich sein. Die europĂ€ische Gesundheitsbehörde ECDC betrachtete das Risiko einer Ansteckung fĂŒr Menschen in der Region Europa Stand Ende Juli als gering.

Weltweit wurden seit Beginn des Jahres FÀlle in 81 LÀndern erfasst. Seit 1. Januar wurden der WHO 34.386 FÀlle und 138 TodesfÀlle gemeldet (Stand 28. August). Mehr als 80 Prozent wurden in den afrikanischen LÀndern Demokratische Republik Kongo, Uganda, Sierra Leone und Burundi registriert. 

TatsĂ€chlich dĂŒrfte die Zahl nach WHO-EinschĂ€tzung höher liegen. Nicht alle FĂ€lle werden diagnostiziert und registriert. Es sind verschiedene Varianten in Umlauf, Klade Ia (römisch eins a) und Klade Ib sowie Klade IIb. 

Die «gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite» (PHEIC) ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhĂ€ngen kann. Konkrete Folgen hat das nicht, aber es soll Regierungen und Gesundheitsbehörden weltweit veranlassen, alles gegen eine mögliche Ausbreitung zu tun und Geld fĂŒr die BekĂ€mpfung der Krankheit bereitzustellen.

@ dpa.de