Diensthunde, Dihydroquercetin

Diensthunde: Dihydroquercetin steigert Blutbildwerte um bis zu 32%

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 13:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien an Diensthunden verknüpfen Dihydroquercetin mit veränderten Blutwerten, geringerem oxidativem Stress und einer modifizierten Darmflora.

Dihydroquercetin zeigt bei Diensthunden messbare Effekte
Natürliche Lärchenholzspäne und pflanzliche Fasern auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Wissenschaftliche Untersuchungen liefern Einblicke in das Potenzial des Flavonoids Dihydroquercetin in der Tierernährung. Eine Forschungsarbeit der staatlichen Agrarakademie Samara in Kooperation mit dem Kynologischen Zentrum des Innenministeriums der Russischen Föderation in der Region Samara untersuchte im Jahr 2018 die Wirkung dieses Pflanzenstoffs auf Diensthunde. Die Ergebnisse dokumentieren signifikante physiologische Reaktionen bei den Tieren im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe.

Signifikante Veränderungen im Blutbild und im oxidativen Status

Im Rahmen des Versuchs im Jahr 2018 verabreichten die Wissenschaftler der staatlichen Agrarakademie Samara und des Kynologischen Zentrums der MVD Russland zehn deutschen Schäferhunden im Alter von zwei bis vier Jahren und mit einem Körpergewicht von rund 30 Kilogramm Dihydroquercetin. Die Gabe erfolgte über einen Zeitraum von 40 Tagen einmal täglich in Form einer Kapsel mit einer Dosierung von 0,01 g/kg Körpergewicht.

Gegenüber der Kontrollgruppe wiesen die behandelten Hunde einen Anstieg der Erythrozyten um 11,5 bis 19,1 Prozent (p<0,01) sowie eine Zunahme des Hämoglobins um 5,7 bis 9,4 Prozent (p<0,05) auf.

Auch der Proteinstoffwechsel veränderte sich: Das Gesamtprotein erhöhte sich um 21 bis 32 Prozent (p<0,01), während die Albuminwerte um 30 bis 31 Prozent (p<0,001) stiegen.

Darüber hinaus erfasste die Samara State Agricultural Academy in demselben Versuch Indikatoren des oxidativen Stresses. Der Malondialdehyd-Spiegel sank um 23,9 Prozent (p<0,05) und der Gehalt an Dienkonjugaten ging um 26 Prozent zurück, während die Katalase-Aktivität um 36 Prozent zulegte.

Bei den Leberenzymen verzeichneten die Forscher für die Aspartat-Aminotransferase (AST) einen Rückgang um 8,3 Prozent an Tag 20 sowie um 16 Prozent an Tag 30. Die Alanin-Aminotransferase (ALT) wies Veränderungen im Bereich von +2,5 bis 9 Prozent auf.

Einfluss synbiotischer Gaben auf die Darmflora

In einer weiteren Studie aus dem Jahr 2018 untersuchten die Samara State Agricultural Academy und das Kynologische Zentrum der MVD Russland den Einsatz des Synbiotikums BLED-1 an 30 Diensthunden, darunter deutsche und belgische Schäferhunde.

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Während 15 Tiere der Kontrollgruppe Standardfutter erhielten, bekam die aus 15 Hunden bestehende Versuchsgruppe zusätzlich zum Hauptfutter das Präparat BLED-1, das Inulin, Dihydroquercetin und Selen kombinierte.

Die Analyse der fäkalen Zusammensetzung ergab für die Kombination aus Lactobacillus delbrueckii und Bifidobacterium bifidum einen Anteil von 97,42 Prozent in der Versuchsgruppe gegenüber 96,00 Prozent in der Kontrollgruppe. Bedingt pathogene sowie pathogene Keime machten in der Versuchsgruppe 2,58 Prozent aus, verglichen mit 4,00 Prozent bei den Kontrolltieren.

Für die Kontrollgruppe wurde eine Gesamtkeimzahl von 11,19×10^10 ±0,16 pro Gramm Kot festgestellt, bei transienten Mikroorganismen von 1,24×10^6 ±0,08. Die Biofilm-Bildung erreichte in der Versuchsgruppe für Bifidobacterium bifidum 80,34±2,18 gegenüber 67,38±2,64 in der Kontrolle; für Lactobacillus delbrueckii betrugen die Werte 86,12±3,73 im Vergleich zu 73,62±3,18.

Ergänzende Beobachtungen bei Tumorpatienten

Zwischen 2015 und 2017 überprüfte die Samara State Agricultural Academy zudem den Einfluss des Probiotikums Baktistatin in Verbindung mit Dihydroquercetin auf das Mikrobiom von Hunden mit transmissiblen venerischen Sarkomen (TVS).

Die Tiere wurden in Gruppen unterteilt: Fünf Hunde erhielten eine Monotherapie mit Vincristin, fünf weitere Tiere wurden mit Vincristin, Baktistatin und Dihydroquercetin behandelt, während gesunde Hunde als Kontrollgruppe dienten. Analysiert wurden Kotproben sowie Abstriche der Geschlechtsschleimhäute.

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Unter der alleinigen Gabe von Vincristin traten die niedrigsten residenten und die höchsten transienten Keimzahlen auf. Die Wissenschaftler wiesen pathogene Kulturen von Salmonella enteritidis (1,02×10^2±0,02) und Pseudomonas aeruginosa (1,08×10^2±0,02) mit Merkmalen hoher Persistenz wie Antilysozym-, Anticarnosin-Aktivität und Biofilmbildung nach.

Bei der kombinierten Behandlung aus Vincristin, Baktistatin und Dihydroquercetin erreichte die Biofilmbildung nützlicher Bakterien die höchsten Werte: Für Lactobacillus delbrueckii lag sie bei 92,8±6,8 und für Bifidobacterium bifidum bei 94,2±7,2.

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