Digitale Nutzung: Computer und Smartphone senken Demenzrisiko um 25%
28.06.2026 - 22:20:27 | boerse-global.de
Immer mehr Senioren setzen auf gezieltes Training, soziale Kontakte und moderne Technik, um ihre geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Eine aktuelle Meta-Analyse zeigt: Wer regelmäßig Computer und Smartphone nutzt, senkt sein Demenzrisiko deutlich.
LIMA-Programm startet neue Gruppe in Niederösterreich
Das Katholische Bildungswerk Wien initiiert Ende Juni 2026 eine neue LIMA-Trainingsgruppe in Hochwolkersdorf. Das Programm „Lebensqualität im Alter“ ist auf neun Kurstage ausgelegt und findet im örtlichen Pfarrheim statt. Es kombiniert Gedächtnistraining, Bewegung und Gruppenaustausch.
Die soziale Komponente spielt eine zentrale Rolle. In Bayern setzen mittlerweile 43 sogenannte Auszeithöfe auf die psychosoziale Begleitung von Demenzkranken durch Tierkontakt. Die Hochschule Kempten begleitet das Projekt wissenschaftlich. Erste Ergebnisse zeigen: Der Kontakt zu Tieren kann die Agitiertheit bei Betroffenen reduzieren.
Digitalisierung als Schutzfaktor
Ob Technik-Nutzung oder gezielte Übungen – es gibt viele Wege, die geistige Fitness aktiv zu unterstützen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 11 praktische Übungen, mit denen Sie Ihr Gedächtnis im Alltag nachhaltig stärken können. Diese 11 Alltagsübungen halten Ihr Gehirn bis ins hohe Alter fit
Eine im Juni 2026 in Nature Human Behaviour veröffentlichte Meta-Analyse liefert überraschende Erkenntnisse. Die Forscher werteten 57 Studien mit über 411.000 Teilnehmern ab 50 Jahren aus. Ergebnis: Der regelmäßige Gebrauch von Computern, Smartphones und Internet verlangsamt den geistigen Abbau um gut ein Viertel.
Die Wissenschaftler führen das auf mehrere Faktoren zurück. Die Bedienung der Geräte erfordert kognitive Komplexität. Zudem erleichtern sie soziale Verbindungen und lagern simple Gedächtnisaufgaben aus. Experten betonen jedoch: Es handelt sich um eine Korrelation, nicht um einen bewiesenen kausalen Zusammenhang.
Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln
Eine Studie in Nature Metabolism analysierte Daten von 24.000 Alzheimer-Patienten und 42.000 Personen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Das Ergebnis gibt zu denken: Die Einnahme von Glucosamin erhöhte bei bereits bestehenden Einschränkungen das Demenzrisiko innerhalb von fünf Jahren um 25 Prozent.
Andere Medikamente zeigen dagegen präventive Effekte:
- SGLT2-Inhibitoren senkten das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent
- GLP-1-Agonisten reduzierten es um 33 Prozent
- Eine Gürtelrose-Impfung korrelierte mit einem um 24 Prozent geringeren Risiko
Wenn die Vergesslichkeit im Alltag zunimmt, ist die Verunsicherung oft groß. Mit diesem anonymen 7-Fragen-Test erhalten Sie in nur zwei Minuten eine erste Einschätzung, ob es sich um normale Alterserscheinungen oder Warnsignale handelt. Gewissheit in 2 Minuten: Check auf frühe Demenz-Anzeichen
KI erkennt Alzheimer Jahre vor Symptomen
Fortschritte gibt es auch bei der Früherkennung. KI-gestützte Netzhautscans können ein Alzheimer-Risiko im Schnitt 8,55 Jahre vor dem Auftreten erster klinischer Symptome erkennen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für präventive Interventionen – sei es durch Trainingsgruppen oder Lebensstiländerungen.
In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die Tendenz ist steigend. Umso wichtiger sind Ansätze, die den kognitiven Abbau verzögern und die Lebensqualität im Alter stabilisieren.
