Digital-Token der Trump-Familie sinkt am ersten Handelstag
02.09.2025 - 07:20:06Ein DigitalwĂ€hrungs-Token, hinter dem die Familie von US-PrĂ€sident Donald Trump steht, hat an seinem ersten Handelstag an Wert verloren. Der Preis des Tokens World Liberty Financial (WLFI) stieg zunĂ€chst um 17 Prozent auf rund 33 US-Cent - und rutschte dann um gut 19 Prozent auf 22,69 US-Cent ab. Zumindest auf dem Papier bescherte der Handelsstart der PrĂ€sidenten-Familie zusĂ€tzliche Milliarden - doch Trump und seine Söhne Eric, Donald Jr. und Barron dĂŒrfen ihre WLFI-Einheiten noch auf unbestimmte Zeit nicht zu Geld machen.
Die Token waren ursprĂŒnglich als so etwas wie digitale Stimmrechte fĂŒr die DigitalwĂ€hrung-Firma World Liberty Financial vorgestellt worden. Am Montag konnten frĂŒhe Investoren, die nicht zum Kreis der GrĂŒnder gehören, bis zu ein FĂŒnftel ihrer WLFI-BestĂ€nde verkaufen. Schon der erste Kurs von 24 US-Cent bot ihnen einen saftigen Gewinn: Sie konnten die Token ursprĂŒnglich bei World Liberty Financial fĂŒr 1,5 US-Cent kaufen, wie das «Wall Street Journal» berichtete.
DigitalwĂ€hrungen und Krypto-Token sind oft groĂen Kursschwankungen ausgesetzt - insofern kann dieses Vermögen der Trump-Familie noch stark steigen und fallen. Sie hĂ€lt nach frĂŒheren Angaben rund 22,5 Milliarden WLFI-Token.
Auch Trumps Meme-Coin verlor schon an WertÂ
Der PrĂ€sident selbst hatte kurz vor dem Amtsantritt im Januar auch einen sogenannten Meme-Coin - eine Art digitale GedenkmĂŒnze - herausgebracht. Auch zu PrĂ€sidentengattin Melania gibt es einen Meme-Coin. Beide notieren weit unter ihren anfĂ€nglichen HöchststĂ€nden. Ein hĂ€ufiger Vorwurf in Bezug auf solche Krypto-MĂŒnzen ist, dass von ihnen vor allem diejenigen profitieren, die frĂŒh dabei waren - wĂ€hrend der Kurs dann fĂ€llt und spĂ€te Investoren auf Verlusten sitzenbleiben.
Warnung von Kritikern
Chef von World Liberty Financial ist Zach Witkoff, Sohn von Trumps Nahost-Sondergesandtem Steven Wittkoff. Kritiker warnen, dass die Krypto-Unternehmungen zu Versuchen einladen könnten, sich das Wohlwollen der Trump-Familie zu verschaffen. So berichtete das «Wall Street Journal» von massiven Investitionen der DigitalwĂ€hrungs-Börse Binance in einen an den Dollar gebundenen Coin von World Liberty Financial. Der in den USA wegen VerstöĂen gegen GeldwĂ€sche-Gesetze verurteilte Binance-GrĂŒnder Changpeng Zhao wĂŒrde unterdessen gern eine Begnadigung erreichen. Das WeiĂe Haus weist Interessenkonflikte stets zurĂŒck.


