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Download More RAM: Forscher hacken Windows-11-Speicher aus der Ferne

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 22:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Forschende aus Birmingham und Durham prÀsentieren eine Fernattacke auf DDR4- und DDR5-Speicher, die Windows-11-Schutzfunktionen umgeht und die RAM-KapazitÀt verdoppeln kann.

Neue Angriffsmethode „Download More RAM“: DDR4- und DDR5-Riegel aus der Ferne manipulierbar
Nahaufnahme von DDR5-Arbeitsspeichermodulen auf einem Computer-Mainboard in einer technischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsforscher der University of Birmingham und der Durham University haben auf dem USENIX-Sicherheitssymposium 2026 in Baltimore eine neuartige Angriffsmethode namens „Download More RAM" vorgestellt. Der Angriff nimmt Arbeitsspeicherriegel des Typs DDR4 und DDR5 ins Visier und lässt sich nach Angaben der Forscher aus der Ferne ausführen, ohne dass ein physischer Zugriff auf das betroffene Gerät notwendig ist.

Fehlender Schreibschutz als Einfallstor

Grundlage der Attacke ist laut den Forschern ein fehlender Schreibschutz bei DDR4- und DDR5-DIMM-Speichermodulen. Diese Schwachstelle erlaubt es Angreifern, gezielt in die Arbeitsweise des Speichers einzugreifen. Besonders brisant: Der Angriff ist in der Lage, die vom System gemeldete RAM-Kapazität zu verdoppeln – ein Umstand, der auf eine tiefgreifende Manipulation der Speicherverwaltung hindeutet.

Windows-11-Schutzmechanismen umgangen

Nach Angaben der Forscher gelingt es dem Angriff zudem, zwei zentrale Sicherheitsfunktionen von Windows 11 auszuhebeln: die Virtualization-Based Security (VBS) sowie die Hypervisor-Enforced Code Integrity (HVCI).

Beide Mechanismen sollen eigentlich verhindern, dass Schadcode auf Kernel-Ebene eingeschleust wird, indem sie kritische Systemprozesse durch Virtualisierungstechnik isolieren. Dass „Download More RAM" diese Schutzschichten umgehen kann, wirft grundsätzliche Fragen zur Widerstandsfähigkeit hardwarenaher Sicherheitsarchitekturen auf.

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Die Kombination aus Fernausführbarkeit und der Fähigkeit, etablierte Schutzmechanismen zu umgehen, macht den auf dem USENIX-Symposium vorgestellten Fund zu einer bemerkenswerten Entdeckung in der IT-Sicherheitsforschung. Da für die Ausnutzung kein physischer Zugriff erforderlich ist, unterscheidet sich der Angriff von klassischen Hardware-Attacken, die in der Regel direkten Kontakt mit dem Zielgerät voraussetzen.

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Die Forscher aus Birmingham und Durham präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen des diesjährigen USENIX-Sicherheitssymposiums in Baltimore, einer der wichtigsten Fachkonferenzen für IT-Sicherheitsforschung. Weitere technische Details zur genauen Vorgehensweise sowie mögliche Gegenmaßnahmen der Hersteller wurden im Rahmen der bisherigen Berichterstattung nicht genannt.

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