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Download More RAM: Forscher umgehen Windows-11-Sicherheit ohne Zugriff

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neuer Angriff „Download More RAM“ hebelt Windows-11-Schutzmechanismen über DIMM-Chips aus. Secure Boot gilt als wirksame Gegenmaßnahme.

„Download More RAM“: Forscher umgehen Windows-11-Sicherheit per RAM-Manipulation
Nahaufnahme eines modernen DDR5-Arbeitsspeichermoduls auf einem Computer-Mainboard in professioneller Studiobeleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsforscher der University of Birmingham und der Durham University haben auf dem USENIX Security Symposium 2026 einen neuartigen Angriff namens „Download More RAM" vorgestellt, mit dem sich zentrale Sicherheitsmechanismen von Windows 11 umgehen lassen – ganz ohne physischen Zugriff auf das Zielgerät.

Angriffspunkt: Konfigurationschips auf Arbeitsspeicher-Modulen

Der Angriff setzt laut den Forschern an den DIMM-Konfigurationschips von Arbeitsspeichermodulen an. Diese Chips, verbaut in Produkten der Hersteller Corsair, G.Skill und ADATA, verfügen den Forschern zufolge über keinen ausreichenden Schreibschutz. Betroffen sind demnach DDR4- und DDR5-Module dieser drei Anbieter, die laut Angaben des420.in zusammen 55 Prozent des High-Performance-Marktes beziehungsweise 70 Prozent des Gaming-Marktes ausmachen.

Über die Manipulation dieser Konfigurationschips gelingt es den Forschern, tief in die Systemarchitektur einzugreifen. Der Angriff hebelt dabei nicht nur grundlegende Windows-11-Sicherheitsfunktionen aus, sondern umgeht auch Virtualization Based Security (VBS) und Hypervisor-Protected Code Integrity (HVCI) – zwei Schutzmechanismen, die Microsoft als Kernkomponenten seiner modernen Sicherheitsarchitektur positioniert. Zusätzlich lässt sich laut den Forschern auch Antivirensoftware auf diesem Weg umgehen.

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Microsoft reagiert mit CVE-Eintrag und Mitigationen

Microsoft hat der Schwachstelle die Kennung CVE-2026-23670 zugewiesen. Nach Angaben der Forscher veröffentlichte der Konzern bereits im April 2026 erste Mitigationen, mit denen sich das Risiko einschränken lässt. Die nun auf dem USENIX Security Symposium vorgestellten Details geben erstmals einen umfassenden Einblick in die technische Funktionsweise des Angriffs.

Secure Boot als wirksamer Schutz

Als konkrete Schutzmaßnahme nennen die Forscher Secure Boot. Nach ihren Angaben verhindert die Aktivierung dieser Funktion, dass der „Download More RAM"-Angriff erfolgreich durchgeführt werden kann. Anwender, die Secure Boot bislang nicht aktiviert haben, sind demnach potenziell einem höheren Risiko ausgesetzt.

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Die Erkenntnisse der beiden britischen Universitäten verdeutlichen, dass Sicherheitslücken nicht nur in Software, sondern auch in scheinbar nebensächlicher Hardware-Firmware erhebliche Angriffsflächen bieten können.

Da die betroffenen Speichermodule nach Angaben der Forscher einen erheblichen Anteil des Marktes für Gaming- und Hochleistungscomputer abdecken, dürfte die Zahl potenziell betroffener Systeme beträchtlich sein.

Nutzer entsprechender Hardware sollten laut den Forschern insbesondere prüfen, ob Secure Boot auf ihren Systemen aktiviert ist, und die von Microsoft bereitgestellten Mitigationen aus dem Frühjahr 2026 einspielen.

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