E-Rezept in der Pflege: Ehex und Optadata entwickeln digitale Schnittstelle
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 17:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Unternehmen Ehex und Optadata haben eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer integrierten Schnittstelle für das E-Rezept vereinbart. Das Vorhaben zielt darauf ab, die digitale Rezeptanforderung durch Pflegekräfte, die anschließende Prüfung und Freigabe in der Arztpraxis sowie die gesicherte Übermittlung des E-Rezept-Tokens per Kommunikation im Medizinwesen (KIM) an Apotheken nahtlos miteinander zu verknüpfen. Dies berichtete der Branchendienst apotheke-adhoc.de am 2. Oktober 2026.
Durchgehende Digitalisierung von Pflege bis Apotheke
Im Fokus des gemeinsamen Projekts steht die Reduktion von manuellen Abstimmungen und zeitaufwendigen Botengängen, die in der ambulanten Versorgung bei der Arzneimittelbeschaffung nach wie vor zum Alltag gehören. Über die neue Lösung soll der gesamte Ablauf digitalisiert werden: Pflegekräfte können Verordnungen direkt anfordern, Praxen zeichnen diese elektronisch ab, und die Token werden automatisiert an die versorgenden Apotheken übermittelt.
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Die Aufgabenverteilung zwischen den beiden Partnern sieht vor, dass Ehex die technische Plattform und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) entwickelt. Die praktische Erprobung der Anwendung erfolgt im Pflegemanagement-Tool von Optadata, wodurch das System direkt in die Arbeitsabläufe des Pflegepersonals eingebunden werden kann.
Praxistest soll Effizienzgewinne quantifizieren
Bevor das System in den regulären Betrieb geht, steht ein Testlauf unter realen Versorgungsbedingungen an. An dieser Pilotphase sollen ein ambulanter Pflegedienst, eine Arztpraxis sowie eine Apotheke teilnehmen. Während des Tests werden konkrete Kennzahlen analysiert, darunter die erzielten Durchlaufzeiten von der Anforderung bis zur Bereitstellung, die Zahl vermiedener Fahrten sowie die Kompatibilität der beteiligten Systeme untereinander.
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Die Notwendigkeit effizienterer Prozesse in diesem Bereich betont auch die Pflegebranche selbst. Nach Einschätzung von bpa-Präsident Bernd Meurer könnten durch eine konsequente Digitalisierung jährlich bis zu 2,4 Mio. Arbeitsstunden eingespart werden. Digitale Brücken zwischen Pflegekräften, Ärzteschaft und Apotheken sollen dazu beitragen, personelle Ressourcen zu entlasten und Abläufe in der Arzneimittelversorgung zu beschleunigen.
