Trump, Geschichte

Trump lobt «tolle Geschichte» des Intel-Chefs

12.08.2025 - 01:45:47 | dpa.de

Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass sich ein US-PrĂ€sident mit einer RĂŒcktrittsforderung ins GeschĂ€ft eines Unternehmens einmischt. Intel-Chef Lip-Bu Tan scheint diese Situation bisher zu meistern.

Branchenveteran Lip-Bu Tan steht seit MĂ€rz an der Intel-Spitze. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Branchenveteran Lip-Bu Tan steht seit MĂ€rz an der Intel-Spitze. (Archivbild) - Foto: Andrej Sokolow/dpa

Wenige Tage nachdem Donald Trump einen Chefwechsel beim kriselnden Chipkonzern Intel gefordert hat, schlĂ€gt der US-PrĂ€sident versöhnliche Töne ein. Der Erfolg und der Aufstieg von Intel-Chef Lip-Bu Tan seien eine «tolle Geschichte», schrieb Trump nun auf seine Plattform Truth Social nach einem Treffen mit dem Manager. Tan werde Zeit mit Regierungsmitgliedern verbringen und kommende Woche VorschlĂ€ge prĂ€sentieren. Worum genau es dabei gehen soll, ließ Trump offen.

Der US-PrĂ€sident hatte zuvor den sofortigen RĂŒcktritt des Intel-Chefs gefordert, und zwar nachdem ein amerikanischer Senator dem Chip-Manager zu große NĂ€he zu China vorgeworfen hatte. Intel hatte den 65-JĂ€hrigen erst im MĂ€rz nach monatelanger Suche in den Chefposten gehoben. Der Branchenveteran setzte beim kriselnden Intel-Konzern den Rotstift an und gab auch die Milliarden-PlĂ€ne zum Bau einer Fabrik in Magdeburg auf.

Intel sprach nach dem Treffen von einer offenen und konstruktiven Diskussion zur Selbstverpflichtung der Firma, die US-FĂŒhrung bei Technologie und Produktion zu stĂ€rken. Man wolle eng mit Trump und seiner Regierung zusammenarbeiten.

VorwĂŒrfe von einflussreichem Senator

Lip-Bu Tan fĂŒhrte zuvor den Chipentwickler Cadence. Der republikanische Senator Tom Cotton verwies nun darauf, dass Cadence unter Tans widerrechtlich Produkte an eine MilitĂ€runiversitĂ€t in China verkauft und Technologie an ein chinesisches Unternehmen weitergegeben habe. Auch gebe es Berichte, wonach Lip-Bu Tan «Dutzende» Firmen in China kontrolliere. Cotton forderte eine Antwort vom Intel-Verwaltungsrat bis Mitte August.

Intel dominierte einst die Chipbranche, fiel dann aber zurĂŒck. Ein entscheidender Moment war der verlorene Kampf um den Platz in Smartphones. Intel hoffte, die StĂ€rke im PC-GeschĂ€ft auf die MobilgerĂ€te zu ĂŒbertragen - doch stromsparendere Prozessoren mit Architekturen des Chipentwicklers Arm setzten sich durch. Smartphone-Chips kommen somit nicht von Intel, sondern von Wettbewerbern wie Qualcomm oder TSMC. Und bei Chipsystemen fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz fĂŒhrt mit großem Abstand Nvidia.

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