Ein-Jahres-Regel beim Ausmisten: Welche Dinge jetzt wegkönnen
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Übergang zwischen den Jahreszeiten bietet eine praktische Gelegenheit, den eigenen Haushalt zu strukturieren und Überflüssiges zu reduzieren. Laut einem Bericht des Portals wa.de vom 6. Oktober 2026 eignet sich der saisonale Wechsel besonders dafür, Winter- und Sommerkleidung, Winterschuhe, Garten- und Balkonmöbel sowie Decken und Bettwäsche zu überprüfen. Auch digitale Fotos und herbstliche Dekoration bieten Ansatzpunkte, um Bestände zu sichten und Wohnbereiche gezielt zu entlasten.
Gezieltes Sortieren nach der Ein-Jahres-Regel
Als Orientierungshilfe für das Aussortieren dient dem Bericht zufolge die sogenannte Ein-Jahres-Regel: Gegenstände, die über eine gesamte Saison hinweg nicht genutzt wurden, können in der Regel aussortiert werden. Gut erhaltene Kleidungsstücke oder Einrichtungsgegenstände lassen sich weiterverkaufen oder verschenken, statt ungenutzt Stauraum zu belegen.
Um eine Überforderung zu vermeiden, wird empfohlen, in kleinen und klar abgegrenzten Bereichen vorzugehen. Zudem sei es ratsam, aussortierte Dinge unmittelbar in Kategorien für die Weitergabe oder die Entsorgung aufzuteilen, damit Gegenstände nach dem Aussortieren nicht erneut im Wohnbereich verbleiben.
Psychologische Hintergründe und emotionale Bindung
Das Festhalten an Dingen beruht häufig auf emotionalen Faktoren. Wie das Portal blick.ch am 6. Oktober 2026 berichtete, hängt das Aufbewahren oft eng mit Erinnerungen, einem Kontrollbedürfnis und dem Streben nach Sicherheit zusammen. Problematisch werde ein übermäßiges Ansammeln jedoch dann, wenn es den Alltag belaste, persönliche Beziehungen beeinträchtige oder die gewohnte Nutzung der Wohnräume einschränke.
Um diesen Hürden zu begegnen, empfiehlt der Beitrag, mit kleinen Schritten zu beginnen. Bei emotional besetzten Gegenständen könne es helfen, Erinnerungsstücke vor dem Weggeben zu fotografieren, um das Andenken digital zu bewahren. Zudem lasse sich das Loslassen erleichtern, indem gut erhaltene Dinge gezielt an Personen weitergegeben werden, die dafür Verwendung finden.
Einfluss der Wohnumgebung auf das Wohlbefinden
Die Beschaffenheit des Wohnumfelds wirkt sich messbar auf das Wohlbefinden aus. Eine Forschungsstudie der University of California, Los Angeles (UCLA) zu Doppelverdiener-Paaren ergab, dass Frauen, die ihr Zuhause als unordentlich oder unfertig einstuften, tägliche Cortisolmuster aufwiesen, die mit Stress verbunden sind.
Wer sich mit dem Thema befasst, erkennt schnell, dass Unordnung im Außen oft für Chaos im Kopf sorgt. Dieser kostenlose Ratgeber unterstützt Sie dabei, unnötigen Ballast abzuwerfen und in drei einfachen Schritten für mehr Klarheit in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Minimalismus-Leitfaden für mehr Ordnung jetzt kostenlos entdecken
Zudem berichteten die betroffenen Personen im Tagesverlauf über eine gedrücktere Stimmung. Bei Frauen, die ihre Wohnräume als erholsam beschrieben, traten diese Belastungsmuster hingegen nicht auf.
Neben der mentalen Entlastung kann das Aufräumen auch funktionale Vorteile haben: Nutzbare Wohnflächen werden wieder sichtbar und zugänglich, und mitunter treten dabei vergessene Wertgegenstände zutage.
Hürden überwinden und Zeitaufwand bewältigen
Trotz der erkennbaren Vorteile schieben viele Menschen das Aufräumen vor sich her. Wissenschaftliche Untersuchungen verdeutlichen die Mechanismen dahinter: Eine Metaanalyse von Piers Steel mit 691 Korrelationen identifizierte die Abneigung gegen eine ungeliebte Aufgabe als einen durchgängigen Prädiktor für Prokrastination.
Der Wunsch nach einem strukturierten Alltag scheitert oft an der Frage, wie man die Zeit für solche Projekte überhaupt aufbringt. Ein kostenloses Themenheft stellt sieben bewährte Techniken vor, mit denen Sie Aufgaben effizienter planen und so mehr Freiraum für die wirklich wichtigen Dinge gewinnen. 7 Gratis-Methoden für besseres Zeitmanagement sichern
Gleichzeitig verdeutlichte eine Untersuchung mit 6.271 Menschen in mehreren Ländern, dass finanzielle Ausgaben für zeitsparende Dienstleistungen mit einer höheren Lebenszufriedenheit verknüpft sein können.
